Naturpark Quizapú

Der Naturpark Quizapú befindet sich in den zentralchilenischen Anden im Bundesland Maule, etwa drei Stunden südlich von Santiago de Chile. Das Schutzgebiet erstreckt sich auf einer über 2000 Hektar großen Fläche zwischen dem Rio Claro im Westen und dem mächtigen Vulkanen Descabezado Grande und Cerro Azul im Osten. Der Name rührt vom gewaltigen Sprengkrater Quizapú her, welcher sich zwischen den beiden Vulkanriesen befindet. Entlang der Flussläufe gedeihen 400 Hektar Sommerwälder. In höheren Lagen werden die Berghänge von 600 Hektar Buschlandschaft geprägt. Der Naturpark ist nur mit lokalen Führern zu besuchen, die Genehmigung dazu muss schriftlich angefordert werden.

Geschichte des Naturparks Quizapú

Dezember 2019 konnten wir dank einer Spende ein 20260 Hektar großes Schutzgebiet in den zentralchilenischen Anden der Region Maule erwerben. Der Reiseveranstalter Wikinger Reisen zeigt damit auf praktischer Weise, dass Tourismus sinnvoll eingesetzt einen positiven Beitrag zur Umwelt leisten kann. Das Grundstück wurde im Namen der Stiftung Trekkingchile eingetragen.

Lage

Der Naturpark Quizapu befindet sich in der Region del Maule. Ausgangspunkt ist die Landeshauptstadt Talca, etwa 250 km südlich von Santiago de Chile. Es gibt zwei Zugänge zum Parkeingang. Einer führt über das Naturreservat Altos del Lircay zum Nordeingang und der zweite entlang des Rio Claro zum Südeingang. Beide Zugänge sind nur zu Fuss oder auf dem Pferd zu erreichen. Dabei handelt es sich um abenteuerliche Touren durch einsame Wildnis.

Ziele

Artenvielfalt

Als Hauptziel gilt es die täglich schrumpfende Artenvielfalt an Fauna und Flora zu erhalten. Ein kleines Refugium und Rückzuggebiet in einer immer kleiner werdenden intakten Umwelt.

Zwerghirsche

In Zusammenarbeit mit dem Comité de Conservación del Pudú sehen wir eine weitere große Aufgabe das Gebiet zu nutzen, um gezüchtete Zwerghirsche wieder auszuwildern.

Tourismus

Der Park steht nur eingeschränkt touristischen Aktivitäten zu Verfügung. Nur der offizielle Weitwanderweg „Sendero de Chile“ ist mit lokalen Guides zugänglich.

Forschung

Viele bisher unbekannte Informationen schlummern noch im Parkgelände. Tätigkeiten zur Erforschung der Fauna und Flora sowie ihre Zusammenhänge dürfen auf Anfrage im Park durchgeführt werden. Diese werden teilweise von der Stiftung Trekkingchile zusätzlich unterstützt.

Bildung

Ohne Bildung werden keine Schutzgebiete dem wachsendem Zivilisationsdruck nicht standhalten können. Umweltbildung erhalten dadurch eine hohe Priorität. Der Park wird ins besonderes für die Ausbildung von Reiseleitern, Trekkingführer und nachhaltigem Tourismus eingesetzt.