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von 8. September 2024

Albanien für Einsteiger


Albanien für Einsteiger – Albanien war bis vor wenigen Jahren nur wenigen ein Begriff, das hat sich mittlerweile rasant geändert, und zwar aus gutem Grund. Schöne Strände mit klarem Wasser, günstige Unterkünfte mit hohem Niveau, tolle Berglandschaften, UNESCO geschützte Städte und eine Bevölkerung, die sich auf ihre Gäste freut, warten darauf, entdeckt zu werden. Nach einer längeren Motorradtour durch den Westbalkan machten wir uns erneut auf dem Weg, um die für uns neue Reisedestination zu erkunden.


Reisezeit Albanien

Wir wurden gewarnt im Sommer nach Albanien zu reisen, es sei zu voll, laut und teuer. Entlang der Küste hat das auch seine Berechtigung allerdings weit entfernt von Massentourismus wie wir es von Italien kennen. Wanderer wählen ohnehin den kühleren Frühling oder Herbst.

Geld in Albanien

Euro wird im ganzen Land genauso akzeptiert wie der albanische Lek, auch Münzen, der Umrechnungskurs ist mit 1:100 einfach zu berechnen. Karten werden in allen touristischen Gebieten angenommen. Am Flughafen kann man seine über gebliebenen Lek vor dem Rückflug in Euro tauschen.

Sicherheit in Albanien

Albanien zählt zu den sicheren Reiseländern und kann auch mit Familie und Kleinkinder bereist werden. Besonders in abgelegenen Regionen wie im Gebirge wird man sehr freundlich behandelt.

Automiete Albanien

Am Flughafen gibt es ein unglaubliches Angebot an Vermietern. Albanische Vermieter sind wesentlich preiswerter als internationale Ketten, allerdings sind die Fahrzeuge oft in keinem allzu guten Zustand, besonders auf die Reifen ist bei der Übergabe zu achten. In den Städten ist der Verkehr leicht chaotisch, viele Fahrzeuge haben Dellen in der Karosserie. Auf Landstraßen und auf der Autobahn hingegen wird langsam aber auch rücksichtsvoll gefahren.

Unterkünfte in Albanien

Wir haben unsere Unterkünfte alle über Booking gebucht, wobei die Auswahl nicht allzu groß ist. Preislich liegen Hotels und Restaurants unter dem Durchschnitt, in ländlichen Gebieten ist es noch günstiger. Selbst in der Hochsaison hatten wir keine Probleme auch kurzfristig Platz zu finden.

Route

Unsere 16-tägige Rundreise starteten wir in Tirana. Von der Hauptstadt erreichten wir in 5 h Valbona inmitten der albanischen Alpen. Die lohnende Stadt Shkodra wird auf extrem kurvenreicher Straße ebenfalls in 5 h erreicht. Shkodra bietet sich ein für eine Vielzahl an Tagestouren. Die unter UNESCO Schutz stehende Stadt Berat erreicht man teilweise auf gut ausgebauter Autobahn in gut 4 Stunden. Für die albanische Riviera haben wir uns als Abschluss der Rundtour gut zeitgelassen und sind bis nach Ksamil an der griechischen Grenze gefahren.

Stadtbummel durch Tirana

Eine junge und lebendige Stadt mit einer Vielzahl an Restaurants, Straßencafés und Kneipen. Die Moscheen und der Ruf des Muezzins geben der Stadt einen schönen orientalischen Touch. Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte sich vergewissern, dass die Unterkunft einen Parkplatz hat, der Verkehr im Zentrum ist nervenaufreibend. Ein Stadtbummel durch das Zentrum kann man leicht zu Fuß unternehmen. Im Herzen die Skandebeg Statue, davon nicht weit entfernt die Namazgha Moschee. Viel besucht ist einer der tausende Bunker im Land, welche zum Museum umfunktioniert wurde – Bunk’art 2. Tagsüber aber vor allem Abends füllen sich die Restaurants und Kneipen in der Flaniermeile Toptani.

Tirana

Die Albanische Alpen von Valbona

Kein Wunder, dass man in Valbona Wanderer und Trekker aus ganz Europa trifft. Das Karstgebirge bildet den südlichen Abschluss des Dinarischen Gebirges welcher sich durch ganz Kroatien und Montenegro zieht. Valbona selbst liegt im Dreiländereck des Kosvos, Montenegro und Albaniens, hier verläuft auch die bekannteste Trekkingtour im gesamten Balkanraum. Die als Peaks of the Balkan bekanntes Strecke verläuft auf etwa 200 km mit 10.000 Höhenmeter durch alle drei Länder. In Valbona sucht man vergebens nach einem Zentrum, mehrere Hotels und Restaurants befinden sich auf der durchgehend asphaltierten Straße, welche im Nationalpark endet. Hier starten die meisten der Wanderungen. Vor Ort gibt es leider kaum Information noch Wanderkarten, besser schon zu Hause organisieren. Wir haben mehrere Tagestouren unternommen, wobei landschaftlich der kurze Valbona Panoramaweg und die Wanderung zum Ujvara Wasserfall am lohnensten waren. Unterwegs gibt es immer wieder Restaurants und auch Schlafmöglichkeiten.

Valbona

Shkodra am Skutarisee

Im Norden Albaniens an der Grenze zu Montenegro liegt die Stadt Shkoda. Mit seiner 2400 Jahren alten Geschichte hat Shkodra nicht nur viel zu erzählen, sondern verzauberten mit seiner Innenstadt besonders in den Abendstunden. Es gibt auch viel in der Umgebung zu entdecken, ein paar Tage Aufenthalt lassen sich hier gut einplanen. Neben den obligatorischen Ausflügen zum naheliegenden Skutarisee gibt es schöne Bademöglichkeiten am Oberlauf des Kiriflusses. Unterwegs passiert man dabei die osmanische Steinbrücke Ura e Mesit.

Shkodra

Berat – die Stadt der tausend Fenster

Berat ist bekannt als die Stadt der tausend Fenster, sie wirkt wie ein lebendiges Museum und wurde 2008 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Ein Rundgang durch die drei Stadtteile ist immer mit einigen Höhenmeter verbunden, besonders schön ist es durch die engen Gassen zu flanieren, mit hübschen Innenhöfen und versteckten Restaurants. Nachts erhält man von den Dachterrassen der Kneipen super Ausblicke auf die Altstadt und den beleuchteten Brücken über den Osumfluss.

Berat

Gjirokaster

Noch weiter im Süden liegt eine weitere architektonische Perle. Gjirokaster, bekannt als die steinerne Stadt steht ebenfalls unter Schutz der Unesco. Schon nach wenigen Minuten in der Altstadt und man ist verzaubert seinem Flair mit den engen Gassen, Straßencafés und Restaurants. Die Stadt wird überragt von der riesigen Burgfestung, ihr Besuch lohnt sich schon alleine wegen dem grandiosen Rundumblick. Gjirokaster kann man auch einfach als Tagesausflug von der albanischen Riviera besuchen.

Gjirokaster

Albanische Riviera

Zwischen der Stadt Saranda im Süden und dem 1027 m hohen Llogara Pass erstreckt sich die albanische Riviera mit seinen unzähligen Buchten und Stränden. Die Riviera befindet sich am ionischen Meer unterhalb der Adria, das meist klare Wasser hat teilweise karibischen Charakter mit türkisen Buchten und weißen Stränden. Ob einsamer Kieselstrand oder Partyabend am weißen Sandstrand, jeder findet hier seinen Wunschstrand. Die Anzahl ist dabei unglaublich und es kann gut sein, dass es mehrere Reisen benötigt, um seinen Traumstrand zu entdecken. Wir hatten Spaß in Ksamil mit seinem Traumwasser, genossen aber eher die weitläufigen und vor allem ruhigeren Strände von Buneci und Borsh.

Mirror Beach