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von 23. Mai 2024

Spondylus-Route – Küstenstrasse Ecuadors


Spondylus-Route – Küstenstrasse Ecuadors – Von Mataje an der kolumbianischen Grenze im Norden Ecuadors bis zum südlichen Salinas finden sich eine Vielzahl an Buchten, Stränden und Nationalparks. Die 748 km lange als Spondylus Route bekannte Strecke führt durch die drei Provinzen – Santa Elena, Manabi und Esmeraldas. Wir machten uns auf die Suche nach den schönsten Plätzen im südlichen Abschnitt, zwischen Salinas und Manta, welche leicht von Guayaquil aus erreicht werden können.

Guayaquil

Die drei Millionen Einwohnerstadt lohnt jetzt nicht für einen längeren Aufenthalt, außerdem zählt sie nicht zu den sichersten Städten des Landes. Ein Spaziergang durch den Parque Seminario mit seinen Leguanen und entlang der Uferpromenade Malecón bis zum Aussichtshügel Santa Ana sind aber auf alle Fälle lohnend. Wer einen ganzen Tag zu Verfügung hat kann noch den Parque Histórico Guayaquil besuchen.

Salinas

Von Guayaquil aus erreicht man in etwa 2,5 h den Badeort Salinas, welcher vor allem für Ecuadorianer mit seinen Apartments gedacht ist. Extra einen Abstecher dafür einzuplanen lohnt allerdings nicht. Hier beginnt oder endet jedoch offiziell die Spondylus Route welche als E 15 durch eher trockene Landschaft Richtung Norden führt. So trocken, dass sogar Kakteen gedeihen.

Montañita

Der erste bekannte Küstenort Richtung Norden ist bekannte für Surfer aus aller Welt. Montañita selbst ist als Ort nicht unbedingt eine Augenweide. In Ecuador ist es eher bekannt wegen seiner Partymeile mit einer Vielzahl an Kneipen und Restaurants. Wer Ruhe sucht, ist hier definitiv am falschen Platz. Die Wellen hingegen sind spitze und das Wasser ist das ganze Jahr über warm. TIPP: Etwas außerhalb der Partyzone befindet sich das echt nette Hotel Kundalini.

Ayampe

Der Ort erinnert ein wenig an ein Hippiedorf, ist es auch. Außergewöhnlich die tropische Pflanzenwelt, kleine tolle Restaurant und gute Cafes weit weg vom Trubel von Montañita. Einige Unterkünfte sind direkt am Strand und natürlich gibt es auch hier Surfschulen.
TIPP: Für mich der beste Ort der ganzen Reise, allerdings bin ich sechzig Jahre alt und brauche keine Discos mehr.

Salango

Es folgt Salango, sehr schön zu sehen vom Mirador oberhalb des Ortes aus. Landschaftlich schön gelegen bietet sich der Ort als Ausgangspunkt für einen Besuch der nahe gelegenen Insel Salango an. Architektonisch hat sich hier allerdings keiner groß Mühe gemacht. Etwas südlich befindet sich der Strand von Rio Chico, sehr schön, sauber, tolles Wasser, allerdings ohne Infrastruktur. Die letzten Meter zum Strand muss man zu Fuß zurücklegen.
TIPP: Nicht von den Schildern abschrecken lassen, der Strand ist öffentlich zugänglich.

Puerto López

Der wohl bekannteste Küstenort im südlichen Teil der Spondylus Route und sicherlich der beste für Ausflüge in der näheren Umgebung ist Puerto López. Zwei Klassiker an Ausflügen werden von den meisten Reisenden unternommen. Allen voran natürlich der Machalilla Nationalpark. Hier führt eine Wanderung vom Parkplatz an der Playa Freile über den Strand Tortugita zur Playa Preita. Für diese Wanderung sollten 3 Stunden eingeplant werden, unterwegs gibt es eine schöne ausgeschilderte Stelle zum Schnorcheln. Weitere Wandermöglichkeiten finden sich im privaten Park Agua Blanca, hier gibt es zudem Restaurants und ein Schwefelbad mitten im Trockenwald. Berühmt ist Puerto López jedoch aus einem weiteren Grund. In den Monaten von Juli bis September bekommen Buckelwale ihre Jungen in der Bucht. Leider ist dies nicht die beste Reisezeit vom Wetter her. Mit Nebel, Niesel und niederen Temperaturen sind dann zu rechnen. Ein weiterer lohnender Ausflug ist die Bootstour zur Isla Plata. Dieser Nationalpark beherbergt unter anderem Blaufußtölpel und Fregattvögel in einer unglaublichen Anzahl. Sehr schön auch die Schnorchelmöglichkeit am Korallenriff.

Cayo

Auf dem Weg von Puerto Lopez nach Cayo führt ein Wanderweg an die Küste. Der als Sendero el Sombrerito ausgeschriebene Weg ist nicht zu verfehlen, es gibt hier auch einen Parkplatz. Das Besondere an dieser Tour sind die mit Schildern versehenen Bäume, ansonsten gibt es kaum die Möglichkeit etwas über die Vegetation der Trockenwälder zu erfahren. Im Internet als Strand gelobt finden wir Cayo jetzt nicht wirklich lohnend. Von hier führt eine Strasse retour nach Guayaquil, so dass wir nicht die gleiche Strecke zurück nehmen mussten. Alternativ gibt es noch viel zu entdecken bis zum Ende der Spondylus Route an der kolumbianischen Grenze bei Mataje.

Viel Spaß dabei!