Sicherheit in Chile

Chile hat den Ruf, das sicherste Reiseland in Südamerika zu sein.

Touristen können sich relativ frei bewegen, sollten aber die armen Randbezirke großer Städte meiden und in den Zentren Vorsicht walten lassen. Dort agieren wie fast überall auf der Welt geschickte Taschendiebe. Es ist ratsam, sich vor allem im Gedränge des Zentrums und in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht ablenken zu lassen (häufiger Trick). In Cafés und Restaurants nie Taschen über den Stuhl hängen oder unbeaufsichtigt lassen! Es gibt im Vergleich zu anderen lateinamerikanischen Staaten relativ wenige Fälle von Raubüberfällen mit Gewaltanwendung. Trotzdem kann es passieren, in einen solchen verwickelt zu werden, daher sollte man stets wachsam sein (spanisch: „ojo“).

Grundsätzlich haben Autos in Chile eine Alarmanlage, dennoch sollte man sein Auto an manchen Orten möglichst nicht unbewacht lassen. Das Einbruchrisiko ist generell höher als in Deutschland. Daher wird empfohlen, Wertgegenstände im Safe oder bei der Bank aufzubewahren. Größere Geldbeträge, Flugtickets und Pässe sollten sicher verwahrt werden. Oft sind Häuser mit Alarmanlagen ausgestattet, die mit einem Sicherheitsdienst verbunden sind. Viele Chilenen halten sich einen Hund zum Schutz des Eigenheims (nächtliches Bellen!). Es gibt viele frei herumstreunende Hunde die meist – auch in kleinen Rudeln – auf der Suche nach etwas Essbarem sind und häufig für die Müllabfuhr abgelegte Mülltüten zerlegen. Es gibt zwar Plastikmüllkübel, aber viele scheinen sich diese nicht leisten zu können oder zu wollen. Daran muss man sich gewöhnen, obwohl es oft nicht gerade ein ansehnliches Bild ist. Die meisten Hunde sind nicht aggressiv, sondern eher apathisch, jedoch sollte man bei einer chronischen Hundeangst nicht gerade nach Chile gehen. Heftige Proteste von Tierschützern verhinderten, dass die herumstreunenden Hunde eingesammelt und kastriert oder getötet wurden.