Soquete
(5382 m)
Leichter
Fünftausender
Der
Soquete stellt ein ausgezeichnetes Bergziel zum Akklimatisieren
für höhere Touren dar. Er ist leicht zu erreichen (auch
ohne eigenes Fahrzeug), eine einfache Unterkunft samt Kochmöglichkeit
dient als Ausgangspunkt, und die einfache Aufstiegsroute kann
an einem Tag bewältigt werden. Der Gipfel mit
seinem zackenförmigen Felsaufbau ist
für einen Vulkan ganz außergewöhnlich und dadurch
schon von weitem gut zu unterscheiden.
Ausgangspunkt
San Pedro de Atacama
Anfahrt
Alle Reisebüros in San Pedro bieten den Ausflug zu den Geysiren
von El Tatio an. Nach dem Besuch des geothermischen Felds kann
man sich auf der Rückfahrt beim Campamento Corfo absetzen
lassen. Die einstige Geologen-Siedlung auf 4380 m liegt nur etwa
6 km vor den Geysiren, ist längst verlassen und wird von
einem einsamen guardia bewacht, der Bergsteiger-Besuch
gewöhnt ist. Hier können wir unter bescheidenen Umständen
übernachten und auch die Kochmöglichkeit des Wächters
benutzen. Das Wasser wegen seines hohen Arsengehaltes nicht trinken!
Einen Kilometer auf der Piste retour nach San Pedro kreuzt ein
kleiner Bach den Weg, welcher Trinkwasser führt.
Vom
Corfo-Camp aus lässt sich ein schöner Ausflug zu dem
wenig bekannten Geysir blanco unternehmen. An
der Piste Richtung San Pedro zweigt nach 1 km rechts eine Spur
ab, die nach weiteren 3 km zu einem dampfenden Thermalbach mit
zahlreichen Badebecken führt. Schon von weitem sehen wir
den
enormen Sinterhügel, den "weißen Geysir",
der die wohl schönsten heißen Quellen Nordchiles speist.
Retour zum Camp auf dem gleichen Weg oder einfach querfeldein.
Aufstieg
(1000 Hm, 5 km, 4 h
2-3 h )
Vom Corfo-Camp (4380 m) aus überblicken wir bereits den südlich
vor uns liegenden Berg mit seinem charakteristischen zackenförmigen
Gipfelaufbau. Wir passieren die Baracken des Camps und halten
genau auf den Vulkan zu. Sanft steigt der Grashang an, nur langsam
gewinnen wir an Höhe. Nachdem wir den vor uns liegenden Hügel
westlich umrundet haben, erreichen wir nach etwa 30 min. eine
kleine Ebene auf 4592 m. Nach einer weiteren halben Stunde endet
die Grasvegetation, und wir steigen von nun an auf vulkanischem
Geröll hoch. Nach nochmaligen 30 min. erreichen wir den Fuß
des Berges auf etwa 4857 m. Über eine kleine Anhöhe
gelangen wir nach ca. einer Stunde an den Steilhang des Vulkans
auf 5112 m.
Nun
geht es - wie für Vulkane typisch - steil, aber monoton bergauf.
Das links vor uns liegende helle Gesteinfeld eignet sich gut für
den Abstieg, für den mühsamen Aufstieg suchen wir jedoch
festeren, felsigen Boden. Im Zickzack mühen wir uns 1 Stunde
hinauf bis zum Plateau (dem alten Krater) auf 5302 m. Wir fanden
hier im Juni hart gefrorenen Schnee vor, weshalb bei der Tour
eventuell Leichtsteigeisen erforderlich sein können. Nach
einer kleinen Verschnaufpause bewältigen wir die letzen 30
min. bis zum markanten Gipfel auf 5382 m. Nicht nur der Ausblick
nimmt uns die Luft am Gipfel, von dessen Felsenfinger wir spektakuläre
Bilder schießen.
Der
Abstieg erfolgt wesentlich einfacher über das helle, feine
Geröll, welches wir beim Aufstieg gemieden haben. Zurück
auf dem selben Weg, etwa 2-3 h.
Karte zur Tour
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Der Hund des Camps immer dabei

Steile Zacken am Gipfel

Der Gipfel im Rückblick

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