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Trekking - San Pedro

San Pedro Circuit

Vulkantrekking und Gipfeltouren

Trekking, mittel . 4 Tage
Gipfel, alpin . 1-2 Tage

Der tiefe Sinn einer Reise, Land und Leute kennen zu lernen, endet meist im reinen Naturgenuss. Selten hat man die Möglichkeit auf seiner Reise Kontakt mit der Bevölkerung zu erhalten. Der San Pedro Circuit führt nicht nur durch traumhaft schöne Landschaft, sondern erlaubt uns einen Blick auf die traditionelle Lebensweise der Bergbauern zu werfen. Am Fuße des verschneiten Vulkans San Pedro leben auf mehreren tausend Quadratkilometern ca. 60 Familien in ihren einfachen Hütten. Im Sommer ziehen sie oft mit ihren Viehherden auf Almen in höhere Gebiete und errichten dort ihr Sommerlager. Durch ihre abgeschiedene Lebensweise sind sie froh ihren "Yerba Mate" Tee mit respektvollen Trekkern aus aller Welt teilen zu können.
Die Rundwanderung ist nicht gekennzeichnet. Der Weg ist bis auf einige Schlüsselstellen jedoch leicht zu finden. Je nach Jahreszeit, (Sept.-Dez.) sind die Flüsse wegen dem hohen Wasserstand durch die Schneeschmelze kaum zu queren. Für wenig Geld kann man vor Ort einen Bergbauern und Tragtiere von den Gepäcktransport anheuern. Auf diesen kann man zudem bequem schwierigste Flüsse trockenen Fußes queren. Ein zusätzlicher Abstecher entlang des Rio Pellado führt uns zu einer schön gelegenen Weide inmitten dreier Vulkane. Der Vn. Pellado ist auf einer Tagestour mit Steigeisen einfach zu begehen. Entlang der Aufstiegsroute des Vulkans San Pedro finden sich einige Gletscherspalten und an einer Stelle herrscht Steinschlaggefahr. Der Vn. San Pablo bleibt nur Bergsteigern vorbehalten.

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Ausgangspunkt

Die Regionalhauptstadt Talca liegt 250 km südlich von Santiago und ist per Bus oder Zug bzw. mit dem Wagen über die Panamericana leicht zu erreichen (ca. 3 Std.).

Anreise

Privatfahrzeug
Von Talca aus geht es auf der internationalen Straße nach Argentinien (Richtung Paso Pehuenche) über den Ort San Clemente und am Stausee Colbún vorbei. Nach 90 km überquert man den Río Maule auf der Brücke Curilinque. Kurz darauf zweigt rechts eine mit "Melado" ausgeschilderte Schotterpiste ab. Die Piste überquert einen Pass und befindet sich oft in schlechtem Zustand, weshalb sie nur für Pick-ups zu empfehlen ist. Nach 16 km erreicht man die Berghütte "Lamalodge", kurz darauf den Río Melado und nach weiteren 16 km auf schlechter Piste die Hütte von Sra. Margarita Basoalto. Wer mit eigenem Fahrzeug kommt (4 x 4) findet hier nicht nur einen Campinglatz, sondern kann dort auch sein Auto sicher hinterlassen.

Privattransfer
Die Anfahrt per Taxi von Talca ausgehend bis kurz vor die Berghütte "Lamalodge" kostet für 3 Personen etwa USD 50,- . Die Anreise per Allradfahrzeug bis zum Camping von Sra. Margarita Basoalto wird in Talca für ca.USD 70,- angeboten.

Öffentliche Transportmittel
Mit dem öffentlichen Bus erreicht man von Talca ausgehend die Kreuzung bei der Brücke Curilinque. Hier führt der durch ganz Chile passierende Weitwanderweg "Sendero de Chile" in ca. 5 h bis zur Berghütte "Lamalodge". Diese organisiert für ihre Gäste für ca.USD 20,- Transfers von der Busstation La Suiza oder Curilinque zur Berghütte. An einer zweiten Etappe kann von hier in weiteren 4-5 h der Campingplatz von Sra. Margarita Basoalto erreicht werden.

Tag 1 (595 m 145 m 5 h)

Wir wandern von Sra.Margaritas Campingplatz weg der Piste entlang und erreichen nach 2 h die Steinbrücke "Puente Piedra", welche über den reißenden "Rio de la Puente" führt. Der Pfad führt uns mit einigen Serpentinen hoch zur Polizeistelle "Carrizales". Im Hochsommer sollte diese erste Etappe wegen der Hitze früh morgens durchgeführt werden. An der Polizeistelle werden die geplante Route, Namen und Passnummern notiert. Unterhalb des Gebäudes sprudelt eine frische Quelle aus der Wiese. Der Pfad führt weiter durch sandiges Gelände und überrascht uns nach etwa 45 min. mit dem gewaltigen Anblick des Wasserfalles "Salto San Pedro". Von hier aus sehen wir bereits die saftigen Weiden von "Mallin Alto", wo wir unser heutiges Camp errichten können. Wir passieren dabei den ersten Hof auf der rechten Seite des Weges und erreichen nach ca. 45 min. eine Steinhütte links des Weges. Unter den schattigen Bäumen an der Hütte befindet sich die Feuerstelle und sauberes Trinkwasser.

Lamalodge S 35°53.919´ W070°59.848´ 649 m
Sra. Margarita S36°01.565´ W070°56.792´ 896 m
Puente Piedra S36°05.075´ W070°54.404´ 1036 m
Carrizales S36°05.124´ W070°53.882´ 1136 m
Salto San Pedro S36°04.400´ W070°52.576´ 1294 m
Mallin Alto S36°04.071´ W070°51.812´ 1345 m

Tag 2 (845 m 220 m 7 h)

Der Pfad führt 2 h lang leicht auf und ab, vorbei an schönen Lagunen mit Blick auf die verschneiten Anden, zum Fluß "Rio las Yeguas". Wir suchen uns eine geeignete Stelle und queren den Fluß. Nach etwa 500 m müssen wir den Rio Botalcura queren. Anschließend folgen wir den Flusslauf abwärts und umrunden den Grashang bis zum Puesto Pellado. Für diese Strecke brauchen wir, vor allem wegen der zeitaufwendigen Flussquerungen, etwa 1,5 h. Die hier lebende Hirtenfamilie plaudert bei einer Tasse Tee gerne über ihr Leben und gibt Tipps zur Route. Diese können wir an dieser Stelle auch gut gebrauchen, da ihr Camp mitten in einem morastigen Weidegebiet liegt, welches wir queren müssen, um wieder Anschluß an den weiterführenden Trail zu erhalten. Wir folgen dazu den Estero Pellado bachaufwärts. Dieser fließt aus einem engen Tal kommend und überschwemmt das Weidegebiet. Rechts von diesem Talausgang finden wir einen kleinen Pfad der den Hang hochführt. Stark abschüssig führt er etwa 50 m oberhalb des Baches entlang das Tal weiter hinauf. Nach ca. 1,5 h müssen wir wieder zum Bach absteigen, queren diesen und wandern nun auf Vulkansand leicht bergauf. Der sandige Boden endet an einer Felswand. Schon 200 m vorher führt der Pfad rechts hoch auf eine kleine Kuppe und weiter zu einem kleinen Wasserfall. Hier queren wir wieder den Estero Pellado, folgen ihn nur wenige hundert Meter und müssen ihn abermals queren. Der Weg führt durch grobes Gestein und Schutt hoch zur herrlich gelegenen Weide "Vegas del Volcan", direkt am Fuße dreier Vulkane. Wir erreichen dieses Camp auf 1995 m nach weiteren 2 h.

Mallin Alto S36°04.071´ W070°51.812´ 1345 m
Rio Yeguas S36°03.627´ W070°48.403´ 1584 m
Rio Botalcura S36°03.414´ W070°47.889´ 1585 m
Puesto Pellado S36°02.552´ W070°48.692´ 1580 m
River crossing Pellado I S36°01.128´ W070°47.956´ 1766 m
Salto Pellado S36°00.842´ W070°48.074´ 1850 m
River crossing Pellado II S36°00.219´ W070°48.280´ 1930 m
Vega volcan S36°00.065´ W070°48.332´ 1995 m

Tag 3 Vn. Pellado
(1150 m 1150 m 7-8 h)

Für Gipfelstürmer beginnen nun zwei anstrengende Tagestouren. Direkt vom Camp aus steigen wir den nördlich vor uns liegenden Grashang hoch. Viele kleine Ziegenpfade führen etwas verwirrend hoch zu einer weiteren Weide. Etwas oberhalb dampfen Schwefelgase aus dem Boden, stinkende Zeugen der vulkanischer Aktivität. Wir queren einen kleinen Bach und steigen den deutlich sichtbaren Weg hoch auf einen Bergrücken. Diesen folgen wir nun immer bergauf bis wir direkt auf den Gipfelaufbau des Cerro Pellado stossen. Wir umrunden den Vulkan auf gleicher Höhe in östlicher Richtung und steigen über den Osthang zum Gipfel auf 3313 m auf. Teilweise müssen wir Schneefelder queren, das letzte Stück führt über Fels und Steinschutt. Steigeisen sind je nach Jahreszeit erforderlich. Der Rückweg muss nicht über den felsigen Bergkamm erfolgen. Geübte Trekker rutschen wesentlich schneller den Schneehang bergab.

Vega volcan S36°00.065´ W070°48.332´ 1995 m
Kante S35°59.558´ W070°47.825´ 2450 m
Bergfuß S35°58.945´ W070°47.818´ 2830 m
Top S35°58.668´ W070°47651´ 3313 m

Tag 4 Vn. San Pedro
(2020 m 2020 m 8-10 h)

Wir steigen das Tal hoch immer auf den Vulkan zugehend. Wir suchen uns einen Weg über das Lavafeld, dabei halten wir uns immer nahe des vom Camp wegführenden Berghanges. Im Frühjahr ist hier normalerweise noch alles mit einer dicken Schneeschicht bedeckt. Selbst im Sommer sollten sich noch Schneebrücken über den heute einzig zu querenden Bach befinden, ansonsten muss dieser durchwatet werden. Selbst wer nicht den Berg besteigt, sollte wegen der landschaftlichen Schönheit wenigstens bis hierher gehen. Vor uns liegen nun zwei große Rinnen, welche sich mit Schnee und Gletscher bedeckt vom Vulkan hinunter ziehen. Das rechte ist weitflächiger und der Aufstieg weniger steil. Vorsicht!!! Auf halber Höher kommt es immer wieder zu Steinschlag von der sich rechts befindlichen Steinwand. Nicht vergessen, dass sich unter der Schneeschicht Eis mit Spalten verbergen. Wir steigen nun immer die talförmige Rinne bergauf und queren oben angelangt über einen Steinrücken rüber zur nächsten Rinne. Diese steigen wir wieder hoch bis zu einer mächtigen Schneewand, welche vorsichtig überwunden werden muß, um zum kegelförmigen Gipfelaufbau zu gelangen. Nun ist es nur mehr eine kurze aber mühsame Strecke auf Vulkanschutt hoch bis sich uns ein atemberaubendes Gipfelpanorama offfenbart. Der Abstieg bis zum Camp über die verschneiten Hänge kann von geübten Wandersleuten in nur wenigen Stunden erfolgen.

Vega volcan S36°00.065´ W070°48.332´ 1995 m
Ascent 1 S35°59.435´ W070°49.449´ 2400 m
Ascent 2 S35°59.168´ W070°50.053´ 2800 m
Schuttgrat S35°59.317´ W070°50.662´ 3200 m
Top S35°59.568´ W070°51.097´ 3626 m

Tag 5

Wir steigen in etwa 2 h wieder auf der gleichen Strecke ab bis zum Puesto Pellado. An der sumpfigen Weide angekommen queren wir diese aber gleich zur rechten Seite und folgen den Pfad trockenen Fußes entlang des Berghanges. Der Weg bleibt nun immer leicht sichtbar und führt in ca. 2,5 h auf- und abführend zur Quebrada Honda. Der Hang ist hier großflächig abgerutscht. Deshalb führt der Weg nun runter zum Bach, dieser wird dort gequert und steigt auf der anderen Bachseite erneut wieder hoch. Nach weiteren 2,5 h erreichen wir das schön gelegene Tal des "Estero San Pedro" mit den letzen guten Ausblicken auf den Vulkan. Immer Sommer kann der Bach auf einer improvisierten Brücke gequert werden. Nun führt der Pfad durch romantische Südbuchenwälder. Nach nur etwa 20-30 min erreichen wir eine schöne Stelle zum Campen mitten im schattigen Wald, oberhalb eines kleinen Baches.

Vega volcan S36°00.065´ W070°48.332´ 1995 m
River crossing Pellado II S 36°00.219´ W070°48.280´ 1930 m
Salto Pellado S36°00.842´ W070°48.074´ 1850 m
River crossing Pellado I S36°01.128´ W070°47.956´ 1766 m
Puesto Pellado S36°02.552´ W070°48.692´ 1580 m
Quebrada Honda S36°02.888´ W070°50.061´ 1434 m
Estero San Pedro S36°03.640´ W070°52.501´ 1300 m

Tag 6

Der Pfad führt uns weiter durch den Wald. Nach ca. 1,5 h erreichen wir die weitflächige Weide Saavedra. Wir umrunden diese, halten uns dabei immer links auf der trockenen Seite der Weide. Nun immer bergab erreichen wir nach 45 min. wieder die Piste auf welcher wir in 2,5 h unseren Ausgangspunkt der Tour erreichen. Unterwegs passieren wir wieder die Kontrollstelle für Tierherden der staatlichen SAG.

Estero San Pedro S36°03.640´ W070°52.501´ 1300 m
Vega Saavedra S36°04.555´ W070°54.649´ 1088 m
gravel road S36°04.264´ W070°55.283´ 989 m
SAG S36°04.033´ W070°55.502´ 963 m
Sra. Margarita S36°01.565´ W070°56.792´ 896 m
Lamalodge S35°53.919´ W070°59.848´ 649 m

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Río de la puente

 

 


Flussquerung Río Pellado

 

 


Höhenlager

 

 


Gipfelaufstieg

 

 


Blick auf den San Pedro

 

 

Adventure Handbook Central Chile

 

 

El Caminante