Plomo 5451 m
Akklimatisationsberg bei Santiago
Trekking, mittel . 4 Tage Gipfel, alpin . 1-2 Tage
Der Cerro Plomo ist einfach zu organisieren, leicht zu erreichen, technisch einfach
zu besteigen und bietet noch dazu landschaftlich lohnende Touren. Gründe genug den
Cerro Plomo als Einstieg für die großen Bergtouren, wie den Cerro Aconcagua oder
den Ojos del Salado, zu besteigen. Für Trekker lohnt sich schon die Tour bis zum
Basislager. Bergsteiger erreichen auf einer weiteren Tagestour, gut ausgerüstet
mit Steigeisen und Pickel, den für seinen schönen Ausblick auf die Zentralanden
bekannten Gipfel. Zur besseren Höhenanpassung eignet sich der vorhergehende Aufstieg
auf die knapp unter 5000 m liegende Leonera. Der Cerro Plomo ist bekannt für seine
"Puna"- der Höhenkrankheit. Dies wird zwar von vielen durch spezielle Winde und
dadurch einhergehende Druckverhältnisse erklärt. In Wirklichkeit liegt es aber
wahrscheinlich daran, dass viele die Tour gewaltig unterschätzen und versuchen den
Berg an einem Wochenende zu besteigen.
Ausgangspunkt
Santiago
Anreise
2 h Transfer nach La
Parva. Selbst mit einem normalen Taxi kann man noch den oberen Teil der Skipisten
auf etwa 3160 m erreichen. Dazu am Ende der asphaltierten Straße am oberen Ende von
La Parva rechts neben dem Schranken einfach der Schotterstraße folgen. Hier kann man
auch gut ein treffen mit den Arrieros vereinbaren.
Tag 1 (680 m
480 m WZ 6 h)
Nun folgen wir den Pfad der die Serpentinenstraße abkürzt 1-1,5h Stunde lang bis zur
höchsten Liftstation nur etwas unterhalb des Passes. Je nach Straßenzustand erreichen
wir auch diesen Punkt per Fahrzeug. Noch ein kurzer Aufstieg trennt uns vom Pass auf 3594 m.
Der Pfad führt nun bergab, links am See vorbei, quert einen kleinen Bach und führt
wieder den nächsten Rücken hoch bis wir uns wieder auf gleicher Höhe befinden. Nun
steigen wir wieder ab ins nächste Tal, schön grün durch Hartgräser und Llarretas.
Wieder queren wir einen kleinen Bach und steigen abermals hoch auf einen Bergrücken.
Nun erkennen wir bereits das grüne Molina Tal, wo sich unser erstes Camp "Piedra Numerada"
auf 3384 m befindet. Ein schöner Platz ist oberhalb der grünen Weiden kurz vor dem
steileren Aufstieg den Wasserfall entgegen, gleich neben dem Bach, allerdings nur
für wenige Zelte.
| Skipiste |
S33°19.797´ |
W070°16.509´ |
3160 m |
| Pass |
S33°19.026´ |
W070°15.750´ |
3594 m |
| Piedra Numerada |
S33°17.490´ |
W070°13.099´ |
3384 m |
Tag 2 (870 m
20 m WZ 4-5 h, 4288 m)
Wir wandern den Pfad westlich des Baches entlang, der Weg ist stark ausgetreten.
Schon bald müssen wir den Bach queren. Normalerweise liegt ein Brett über
eine enge Stelle. Vorsicht, früh morgens kann dies dick mit eis überzogen
sein. Serpentinen ziehen sich nun auf Schutt vorbei am Wasserfall den Hang
berghoch. Nach etwa 3-4 h erreichen wir eine Weggabelung auf 4153 m. Nur etwa
100 m weiter links befindet sich die Biwakhütte von der Andenfederacion,
welche in relativ guten Zustand Platz für 2-3 Personen bietet. Die ebene Lage
der Hütte bietet rundum viel Platz für Zelte, gleich nebenan fließt klares Gebirgswasser.
Alternativ steigen wir noch 0,5-1 h die Serpentinen hoch zum Camp "La Hoya" auf 4288 m,
vorbei an einem oft gefrorenen Wasserfall. Das Camp liegt mit schönem Blick zwischen
der Leonera und dem Plomo direkt unterhalb der Gletscher.
| Biwakhütte |
S33°15.638´ |
W070°13.768´ |
4153 m |
| La Hoya |
S33°15.425´ |
W070°13.733´ |
4288 m |
Tag 3 (575 m
15 m WZ 3,5 h)
Es bietet sich eine Akklimatisationbesteigung auf die fast 5000 m hohe Leonera
an. Dazu einfach westlich vom Camp La Hoya den Schutthang hoch. Oben zieht
sich entlang des Moränenkammes, auf 4430 m, ein Pfad weiter hoch zum Portezuelo
zwischen Plomo und Leonera. Nach etwa 1,5 h erreichen wir den Fuß der Leonera
auf 4613 m noch weit vor dem Pass. Wir steigen nun ca. 3 h zur Südseite des
Berges, über Geröll und feinem Schutt, hoch zu einem lang gezogenen Felsband
auf 4840 m unterhalb des Gipfelbereiches. Das letzte Stück führt entweder
durch leichten Fels oder mit etwas suche ebenfalls auf Schutt bis zum Gipfel
auf 4987 m.
| Moränenkamm |
S33°15.144´ |
W070°13.778´ |
4430 m |
| Bergfuß |
S33°14.888´ |
W070°14.041´ |
4613 m |
| Felsband |
S33°14.978´ |
W070°14.351´ |
4840 m |
| Gipfel |
S33°14.823´ |
W070°14.478´ |
4987 m |
Tag 4 (1140 m
30 m WZ 5-6 h, 5451 m)
Der Plomo ist nicht nur bekannt für seine ausgeprägte Puna sondern auch für seine
häufigen Gewitter nachmittags. Sorgfältig das Wetter beobachten und dementsprechend
den Abmarsch planen. Der Pfad führt die Schulter hoch und wir erreichen nach etwas
über 1 h die verfallene Biwakschachtel "Agostini" auf 4626 m. Wir quälen uns den
Schutt berghoch, wobei mehrere Pfade hochführen. Nicht zu weit rechts halten.
Nach weiteren 2-3 h erreichen wir auf 5186 m den oberen Rücken, hier fällt der
Weg flach ab und führt noch etwas weiter zum Gletscher auf 5210 m. Auf der anderen
Seite des Gletschers führen Serpentinen hoch zum Gipfel welcher auf einem
ausgedehnten Plateau durch ein Gipfelkreuz auf 5451 m gekennzeichnet ist.
Dafür sind nochmals 1,5 h einzuplanen.
| Agostini |
S33°15.147´ |
W070°13.148´ |
4626 m |
| Gletscherquerung |
S33°14.598´ |
W070°12.921´ |
5210 m |
| Gipfel |
S33°14.211´ |
W070°12.833´ |
5451 m |
Karte zu dieser Tour
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 Piedra Numerada 3384 m
 Gepäcktransport
 Blick von Leonera
 La Hoya 4288 m
 Cerro Plomo


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