Pferdetrekking
Von
Hütte zu Hütte
Der
Sendero de Chile ist mit 6000 km einer der längsten Weitwanderwege
weltweit - zumindest soll er es einmal werden. Bisher stehen dem
Besucher auf den wenigen definierten Teilstrecken kaum touristische
Einrichtungen zur Verfügung. Eine der wenigen Ausnahmen befindet
sich im Herzen des Landes, östlich von Talca und Linares.
Dieses Gebiet kann man mit Pferden von Hütte zu Hütte
erkunden - was in Chile andernorts fast unmöglich ist. Die
Pferde können vor Ort direkt bei einem der Arrieros angemietet
werden, oder man bucht eine geführte Tour.
Ausgangspunkt
Talca
Anreise
Täglich fahren öffentliche Busse von Talca in Richtung
Argentinien über den Pehuenche-Pass. Wir steigen an der Brücke
Curilinque am Río Maule aus und beginnen dort unsere Tour.
Tag
1 (5 h, 480 m
370 m )
Wir überqueren die Brücke (750 m) und folgen nun nicht
mehr der internationalen Straße, sondern zweigen nach etwa
100 m rechts ab. Die kaum befahrene Piste windet sich nach etwa
5 km durch herrliche Naturwälder zu einem Pass auf 1200 m
hinauf. Eine kleine Heiligenfigur ziert die höchste Stelle.
Beiderseits des Passes zweigen weitere Wanderwege ab zur Laguna
Verde im Osten und zum Mirador im Westen. Wir folgen jedoch der
Vierradpiste und erreichen nach insgesamt ca. 5 Std. das Refugio
Lamalodge auf 850
m Höhe. Die Lamalodge wird von Turismo
Caminante in Talca betrieben und bietet acht Stockbetten,
einen Tagesraum mit Küche und ein Bad mit heißer Dusche.
Von hier aus lässt sich auf vielen Routen das nur 270 Seelen
zählende, aber 2450 Quadratkilometer große Wanderparadies
des Valle Melado gut erkunden.
Tag
2 (7 h 905 m
950 m )
Wir
folgen der Piste eine weitere halbe Stunde abwärts, bis diese
auf den Río Melado trifft. Hier zweigen wir rechts ab,
passieren einige Höfe und erreichen nach 45 min. eine Stelle,
wo ein dickes Drahtseil über den Fluss gespannt ist. Einfach
laut rufen, damit uns jemand vom anderen Ufer mit dem am Seil
befestigten Wägelchen abholt.
Nun
immer dem als Ruta de los Arrieros bekannten Pfad entlang dem
Ufer folgen. Dabei wandern wir teilweise durch wunderschöne
Wälder und passieren schöne Badestellen mit Sandstrand
und Weiden. Nach weiteren 2 h 15 min. erreichen wir La Aduana
und die Polizeikontrolle auf 750 m (170 m
285 m ).
Hier müssen wir uns registrieren. Dahinter führt der
Pfad noch weitere 15 min. am Fluss entlang und endet an einer
Schleife. Dann führt er 30 min. lang links den Hang hoch
zum Eingang des Melado-Tunnels auf 795 m. Dies ist die letzte
Möglichkeit, vor dem Aufstieg an Wasser zu kommen.
Der
Trail setzt sich in Serpentinen 1 h 45 min. lang zum Pass auf
1400 m fort. Auf 1030 m erreichen wir das Placilla-Plateau, rechts
davon führt der Sendero de Chile Richtung Norden zur Laguna
Melado weiter (2,5 h, 715 m
40 m ).
Der
Abstieg erfolgt auf oft grobem Gestein, teilweise aber auch auf
sanftem Waldboden, dabei immer mit toller Sicht auf das Ancoa-Tal.
Bis zum Refugio Melado, einer komfortablen Bungalowanlage mit
Restaurant, benötigen wir noch 1,5 h (20 m
625 m ).
Vom Refugio aus sollte man sich die Tageswanderung zum Ursprung
des Río Ancoa nicht entgehen lassen.
Tag
3
Wanderer folgen dem Sendero de Chile durch zauberhafte Wälder
immer bergab bis zur zweiten Brücke über den Río
Ancoa. Hier folgen wir nicht mehr dem breiten Weg, sondern bleiben
auf der Südseite des Flusses, wo ein schmaler Pfad links
von der Brücke nach Chupallar führt. Von hier aus verkehren
täglich Busse nach Linares.
Für
Reiter gibt es die Möglichkeit noch am selben Tag das Berghotel
Posada Rabones zu erreichen. Wanderer benötigen für
die hier nicht mehr beschriebene Strecke zwei Tage.
Karte zur Tour
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