Parinacota
(6350 m)
König
des Hohen Nordens
Der
Vulkan Parinacota gehört zu den beliebtesten Bergzielen Nordchiles.
Nicht nur die Höhe, auch die landschaftliche Schönheit
raubt einem im wahrsten Sinne des Wortes den Atem. Im Gegensatz
zu den monotonen Schuttaufstiegen der meisten Vulkane Nordchiles
bietet der vergletscherte Gipfel des Parinacota eine angenehme
Abwechslung mit Steigeisen und Pickel.
Der
Krater selbst hat einen Durchmesser von etwa 700 m und eine Tiefe
von 240 m. Fumarolen deuten auf Aktivität des Vulkans hin,
der letzte Ausbruch liegt allerdings schon 500 bis 600 Jahre zurück.
Obwohl
die Neigung des Hangs teilweise 40 Grad erreicht, sind unter normalen
Witterungsbedingungen keine anderen Hilfsmittel wie Eisschrauben
etc. erforderlich. Der Aufstieg wird durch einen phantastischen
Ausblick bis hin zur bolivianischen Königskordillere belohnt.
Ausgangspunkt
Putre
SÜDROUTE Anfahrt
Von
Putre aus geht es auf Asfalt zum Ranger-Posten im Nationalpark
Lauca am Lago Chungará (69 km). Hier den Parkwächter
nach dem Weg zum Fuß des Parinacota fragen. Dabei geht es
zunächst 1,5 km auf der Asfaltstraße retour bis zum
Pumpenhäuschen am See. Hier zweigt rechts eine Piste ab,
die sich 9 km lang mit verwirrend vielen Abzweigungen dem Vulkan
nähert. In der Hochsaison folgt man am einfachsten der Piste
mit den meisten Autospuren. Selbst den Startpunkt des Aufstieges
konnten wir leicht an einem ausgetretenen Pfad erkennen.
Aufstieg
Von hier aus - auf 4600 m Höhe - ist es ein sehr langer Aufstieg
bis zum Gipfel. Es bietet sich an, am ersten Tag noch 2-3 Stunden
zu gehen. Knapp unterhalb der Schneegrenze finden sich jedoch
nur wenige ebene Flächen zum Campen. Je nach Schneelage muss
Wasser für die gesamte Tour mit genommen werden (5 Liter
pro Person und Tag). Der Weg ist in der Saison stark ausgetreten
und mit Steinmännchen markiert. Er führt zunächst
weit östlich zu einem lang gezogenen Rücken. Am oberen
Ende des Rückens, auf 5100 m, findet sich die letzte Stelle
zum Campen.
Am
nächsten Tag erfolgt der weitere Aufstieg mit Steigeisen
und Pickel auf logischer Route. Man benötigt dafür inklusive
Abstieg bis zum gestrigen Startpunkt bis zu 12 Stunden.
NORDROUTE
Anfahrt
In Putre befinden sich verschiedene Veranstalter welche den Transport nach Caquena und weiter hoch zum Basislager der Nordroute organisieren. Man kann aber auch mit der Unterstützung des Militärs, Bergregiment Huamachuco, hoch zum Basislager kommen, allerdings sollte dies schon lange im vorraus organisiert werden. Um nach Caquena zu gelangen, fährt man ab Putre die internationale Passstraße bis zum Ort Parinacota. Von hier aus fährt man noch ca. für eine weitere Stunde auf der Piste bis zum Ort Cauquena, der auf 4401 Meter liegt. Es ist empfehelenswert hier einige Tage zu verweilen um seinem Körper Zeit zu geben sich zu aklimatisieren. 500 Meter vor der Ortseinfahrt zu Cauquena zweigt eine Allradpiste ab, vorbei an Bofedales (Feuchtwiesen) geht es Richtung Vulkan. Nachdem man einen sandigen Abschnitt durchfahren hat gelangt man an eine Kreuzung, hier links abbiegen. Das Basislager befindet sich hinter der vor uns liegenden Anhöhe auf 4823 m.
Aufstieg
Aufstieg Basislager - Höhenlager "Huisquitistay"
(591 m 3 - 4 Std. mit schwerem Gepäck)
Ein sandiger Pfad führt auf dem felsigen Hang hoch zu einer großen Ebene. Von dort aus sieht man links einen Geröllhang und rechts einen kleinen Graben. Durchquere diesen und laufe weiter bis auf 5272 Meter. Oben angelangt geht es weiter bis zu kleinen Ebene "Huisquitistay" auf
5414 Meter, hier wird das Höhenlager aufgeschlagen. Es ist ratsam hier etwa einen Akklimatisierungstag einzulegen und den Aufstieg zu erkunden. Falls der Aufstieg zu einer Jahreszeit stattfindet in der oben kein Schnee mehr liegt, sollte man alles Trinkwasser hochtragen. Sollte ein wenig Schmelzwasser fließen, entnehme dies so nahe wie möglich vom Schneefeld. Durch der vulkanischen Herkunft des Gesteins kommt es angeblich öfters zu Magenproblemen.
Campo Alto Huisquitistay - Cumbre - Campo Alto, (941 m 6 - 9 Std. und 3 - 4 Std. )
Der Gipfeltag ist hauptsächlich von den Schneebedingungen abhängig. Büsserschnee ragt ohne weiteres auch über einen Meter hinaus, diesen Büsserschnee zu durchqueren ist nicht nur ziemlich anstrengend, sondern auch sehr zeitaufwendig. Es ist ratsam den Gipfel früh morgens zu erklimmen, zuerst ersteigt man den Vorgipfel, von hier aus ist schon unser eigentliches Ziel zu sehen. Beim Hochstieg sollte man sichetwas weiter links halten, da sich rechts mehrere Spalten befinden. Beim Aufstieg sind Eispickel und Steigeisen notwendig.
| Caquena |
S 18º03.247' |
W069º12.009' |
4401 m |
| Strassenkreuzung |
S 18º03.835' |
W069º12.415' |
4416 m |
| Basislager |
S 18º08.294' |
W069°10.155` |
4823 m |
| Höehenlager |
S 18º08.780' |
W069º09.061' |
5414 m |
| Gipfel |
S 18º09.648' |
W069º08.656' |
6355 m |
Karte zur Tour
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Der Riese von weitem

Spiegelbild im Lago Chungará

3 Stunden bis zu diesem Aussichtspunkt


Parinacota & Pomerape

Militärfahrzeug

Aufstieg

Höhencamp

Gipfel

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