Osterinsel:
Poike Rundwanderung
Die Ringstraße von Rapa Nui lässt die Ostseite rechts liegen. Wie bei unserem Erdtrabant bekommt der Besucher der Insel seine Rückseite nie zu sehen, mit Ausnahme von Wandersleuten.
Die Tour rund um den Vulkan Poike lässt sich gut mit dem Besuch der inseltypischen Moai´s von Tongariki oder einem Exkurs zum malerisch weißen Sandstrand von Anakena verbinden. Der Tourenabschnitt südlich des Vulkans wird durch die Panoramaansicht auf die Insel Motu Marotiri und die Moais von Tongariki zu einem einzigartigen Erlebnis. Auf städtische Besucher wartet eine ganz spezielle Herausforderung, denn man ist auf dieser Tour nie ganz allein. Stetige Begleiter der Wanderer sind Kühe und Stiere, die mit ihrem misstrauischen Gesichtsausdruck die Besucher nicht aus den Augen lassen, wobei dies auch auf die meisten angespannten Besucher zutreffen könnte.
Anfahrt
Von Hanga Roa aus folgt man der asphaltierten Südstraße für ca. 25km vorbei an den bekannten Moais von Tongariki, dann zweigt nach Rechts eine Piste ab, die der Ausgangspunkt unserer Tour wird. Dies ist für jedermann ersichtlich, da sich dort ein Haus und gegenüber der Asphaltstrasse ein Corral befindet. Ursprünglich war die Wanderroute eine Allradpiste. Nachdem man sie jedoch zu einem Teil des Nationalparks erklärte, wurde sie für Fahrzeuge gesperrt.
Beschreibung
Vom Startpunkt aus, dem Holzhaus, der ehemaligen Fahrstrecke folgen. Da jetzt wirklich kaum noch Fahrzeuge darauf verkehren, erobert sich die Natur ihr Eigentum langsam zurück und verwandelt den erodierten Streifen mehr und mehr in einen grünen Graspfad. Nach einem etwa 45 minütigen, leichten Aufstieg gelangen wir zu einem Punkt, zu dessen Linken sich die drei Magamdomen befinden und zur Rechten die höchste Erhebung.
Auf dem sanften Abstieg streifen wir nun einen Eukalyptushain, wo für gewöhnlich alle Wanderkarten der Osterinsel enden. Davon lassen wir uns nicht abhalten und wandern weiter, denn obwohl der Weg stark bewachsen ist, lässt sich sein Verlauf noch gut erkennen. Nach etwa 30 min. gelangen wir zu einem Wald der sich wie ein Saum an die Küste schmiegt. Den Wald durchquert, erreichen wir nach nur wenigen Minuten die stark erodierte Küste mit ihrem intensiven roten Gestein.
Wir folgen der Küste immer leicht bergauf und genießen einen bezaubernden Ausblick auf den Pazifik. Schon nach weiteren 30 min. nähern wir uns der Steilküste mit Blick auf die domförmige Insel Motu Marotiri. Über Wiesen entlang der Steilküste müssen wir nach ca. 30 min. unter einem Stacheldrahtzaun hindurch, was aber wegen seiner großen Lücken kein Problem darstellt. Bald darauf erhalten wir einen tollen Blick auf die Moai´s von Tongariki und den Steinbruch von Rano Raraku. Die Steilküste endet nun und setzt sich als steiler Abhang Richtung Norden fort. Wir folgen diesem und erreichen nach ca. 30 min. unseren Ausgangspunkt der Poike Rundwanderung.
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