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Trekking - San Pedro

Osterinsel: Orongo

Sendero Te Ava o Te Ao, Aufstieg 8 km 2-3 h

Die Wanderung führt entlang des „Sendero de Chile“ von Hanga Roa ausgehend entlang der Küste und später über Grashänge und schattige Wälder mit schönen Ausblicken in nur 2-3 h Stunden hoch zum Krater Rano Kau.

Rapa Nui ist zwar bekannt für seine Steinfiguren, den Moais, als landschaftlicher Höhepunkt jedoch gilt der unvergleichbare Anblick dieses 1,5 km breiten Kraters. Steil bricht sein Rand ab zu einem flachen, von unzählig kleinen Lagunen und von Gräsern bedeckten Kraterboden. An der Westseite des Kraters findet sich in Orongo eine der geschichtlich interessantesten Ruinenanlage der Insel mit hunderten Felszeichnungen und Schauplatz des bekannten Vogelkultes.

Beschreibung

Vom gemütlichen Zentrum Hanga Roa´s aus spazieren wir runter zur Av. Policarpo Toro und von dort entlang der Küstenstraße Av. Apina. Wir treffen auf das Gebäude der Armada de Chile, neben dem ein Schild die Distanzen zum Rest der Welt angibt und Städte wie Vladiwostok nicht auslässt. Kurz darauf folgt ein Campingplatz (www.mihinoa.com) und schon nach ca. 20 min erreichen wir den beschaulichen Hafen Hanga Piko mit dem einladenden Restaurant Tataku Vave.

Am Hafen vorbei verlassen wir den Weg und zweigen in der folgenden scharfen Linkskurve nach rechts ab, so dass wir wenig später die Landelichter des Flughafens passieren und einen ersten Blick auf die schön gelegene Hotelanlage Iorana werfen können. Als Extra lohnt kurz voher ein kleiner Abstecher zur Felsküste hinunter. Vorbei am Hotel, in nur wenigen Minuten Fussweg erreicht man die beeindruckende Höhle Ana Kai Tangata. Wörtlich übersetzt bedeutet ihr Name zwar „Kannibalenhöhle“, wahrscheinlich wurde diese aber eher zum Bootsbau verwendet. Allein die dort vorzufindenden Felsmalereien machen einen Besuch lohnenswert. Sie zeigen den Kult der Vogelmenschen.

Den Eingang zum Conafgelände „Manavai“ erreichen wir nach weiteren 5 Minuten. Wir sind bereits etwa 1 Stunde unterwegs und entdecken nun steinerne Schutzwälle, die einst als Windschutz für landwirtschaftliche Pflanzungen dienten. Heute bilden sie einen kleinen botanischen Garten. Besonders sehenswert ist hier die einzig native Pflanze der Insel. Sophora Toromiro, bekannt als Toromiro, ist eine ca. 1-2 m hohe, gelb blühende Leguminose, welche 1960 als ausgestorben galt und nur in einigen europäischen botanischen Gärten überlebte. Mit diesen Eindrücken wandern wir an den Nationalparkgebäuden auf gekennzeichnetem Weg vorbei und verlassen das Gelände nun immer leicht ansteigend. Er führt durch einen kleinen, ansehnlichen Palmenhain mit Bestand von Lucuma ähnlichen Bäumen. Innerhalb einer Viertelstunde führt der Weg über Lupinienwiesen zu einem duftenden Eukalyptuswald. Weitere 15 Minuten den Pfad folgend bietet ein allein stehender Baum Schatten an heissen Tagen und schliesslich fehlen nur noch wenige Minuten leichten Anstieges bis zum Mirador Rano Kau auf 283 m.

Unter uns liegt das vielleicht schönste Naturpanorama der Insel. Ein Krater, der etwa 1,5 km Durchmesser misst und an dessen Grund unzählige kleine Seen Hanga Roas wichtigstes Wasserreservoir darstellen. Wir sehen eine natürliche Gegebenheit, die fasziniert und beeindruckt. Der Kraterrand ist grasbewachsen und entlang diesem bringt uns der Weg etwa 10 Minuten weiter.

Vom Confagelände aus erreichen wir nach insgesamt 45 Minuten Orongo. Hunderte Felszeichnungen und 53 Steinhäuser sind hier stille Zeugen des Vogelmenschenkultes, der zu Ehren des Schöpfergottes Make Make existierte. Die Vogelmenschen, genannt „Tangata Manu“ wählten dabei jeweils einen sportlichen Vertreter als „hopu manu“. Diese schwammen zu den unterhalb Orongos liegenden Felsinseln und mussten solange in kleinen Felshöhlen warten bis die erste Seeschwalbe ihr „Motu Nui“ legte. Nun galt es mit dem Ei, festgebunden an der Stirn, zurück zu schwimmen und die 300 m hohe Steilwand auf den Rano Kau zu klettern. Der sehnsuechtig wartende und letztlich siegreiche Vogelmensch wurde für ein ganzes Jahr zum Chef des Clans. Die Geschichte um diesen legendaeren Wettkampf wurde ebenfalls unterhaltsam von Kevin Costner als Liebesgeschichte festgehalten. Nach Angaben des Pater Eyraud wurde dieser Brauch bis 1867 aufrecht erhalten aber selbst bis heute bleibt sie ein Teil des Inselzaubers.

Für den Rückweg wählt man die gleiche Route oder nimmt sich ganz bequem ein Taxi, welches schon vorher bestellt werden sollte, unter folgender Telefonnummer 100700. Wer noch nicht genug gewandert ist, sollte eine wunderschöne ca. 2 h Tour zur Südseite des Kraters unternehmen.

Dazu wandern wir die Piste von Orongo bergab, vorbei am Mirador Rano Kau auf 283 m bis nach einer halben Stunde nach rechts ein Weg abzweigt. Dessen Benutzung mit Fahrzeugen ist untersagt und so sehen wir ein Schild mit eben diesem Hinweis. Dem Weg folgend zweigt nach ca. 10 Minuten, kurz nach den Antennen, ein weiterer Weg nach links ab. Wir lassen ihn hinter uns und bleiben rechts. Nach einigen Minuten wandern wir durch einen herrlichen Wald mit Eukalyptus und Thujen. Von nun an geht es sanft bergab über schöne Wiesen mit prächtigem Blick auf das Meer unter uns. Der Weg macht eine Kurve nach rechts und führt wieder leicht bergauf Richtung Norden. In der naechsten Viertelstunde erreichen wir die Südseite des Kraterrandes, direkt gegenüber von Orongo. 20 m bevor die Piste endet zweigt ein schmaler Pfad ab der genau am Rücken des Kraterrandes entlang führt. Auf diesen erreichen wir nach ca. 45 Minuten wieder den Mirador Rano Kau auf 283 m. Von hier aus leitet uns der „Sendero de Chile“, mit vielen neuen Bildern im Gedaechtnis, wieder zurück nach Hanga Roa.

 

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GTM

 

 

Rano Kau
Rano Kau

 

 

Ana Kai Tangata
Ana Kai Tangata

 

 

Wegweiser
Wegweiser

 

 

Vogelmenschen
Vogelmenschen

 

 

Küste Hanga Roa