Lonquimay
(2890 m)
Im
Reich des Kondors
Im
Nordosten Araukaniens und in der Nähe der Passstraße
Pino Hachado nach Argentinien erhebt sich dieser wunderschöne
Vulkan mit der klassischen Form eines abgeschnittenen Kegels.
Er ist umgeben von einer beeindruckenden Aschelandschaft und den
Vulkanen Tolhuaca (2860 m) im Norden und Sierra Nevada (2550 m)
im Süden. Bei seinem letzten Ausbruch am 25. Dezember 1988
entstand an einer Flanke der Krater Navidad (Weihnachtskrater).
Die
Normalroute auf den Lonquimay führt über den Südosthang.
Dort eröffnet sich auch der Blick auf den Krater Navidad.
Die Umgebung ist geprägt von ausgedehnten Aschefeldern und
Araukarienwäldern; die araucaria araucana gehört
zu den ältesten Baumarten der Erde (rund 200 Millionen Jahre).
Auf den Anhöhen gibt es Wasserfälle, die dem Río
Cautín seinen Ursprung geben.
Anfahrt
Eine
gut asfaltierte Straße führt von Temuco über die
Städte Lautaro und Curacautín nach Malalcahuello (114
km). Weitere 5 km hinter dem Ort stoßen wir auf eine Kreuzung.
Linkerhand beginnt eine Schotterpiste, die nach 8 km die Berghütte
des Skizentrums Lonquimay erreicht. Von Temuco verkehren regelmäßig
Busse vom Terminal rural, z.B. Erbuc (Tel. 45- 272204) dreimal
täglich (07.30 – 10.15 – 11.15 Uhr), bis zur
Kreuzung Malalcahuello. Auf den letzten 8 km zum Skizentrum verkehren
keine Busse mehr.
Ab
Curacautín dringt man langsam in die Gebirgslandschaft
vor, wo die Berge von verschiedenen Südbuchenarten (Hualles,
Coigues) bedeckt sind. Der Río Cautín besticht mit
kristallklarem blauem Wasser und unzähligen Wasserfällen.
Hinter den grünen Bergen der Vorkordillere erheben sich die
Vulkankegel, und oft kann man den Flug des Königs der Anden
beobachten: des Kondor.
Eintritt
Ganzjährig
Eintritt frei.
Tag
1 (3– 5 Stunden)
Die
Route ist einfach zu finden und technisch nicht sehr anspruchsvoll.
Am Lonquimay gibt es keine Gletscher, Steigeisen und Eispickel
werden nur in der Wintersaison benötigt. Nach dem Abtauen
des Schnees wandert man auf losem Vulkangestein.
Vom Skizentrum aus folgen wir dem Schlepplift bis zum Ende. Dann
halten wir uns etwas rechts und begeben uns auf die Ostseite des
Vulkans. Nach einer Weile Fußmarsch um den Vulkan geht es
links ab, und wir nehmen den Gipfel direkt in Angriff.
Der
insgesamt 1400 m lange Aufstieg zum Gipfel dauert je nach körperlicher
Verfassung zwischen 3 und 5 Stunden. Für den Abstieg benötigt
man etwa 2,5 Stunden. Bei Schnee ist der Aufstieg viel einfacher,
da man mehrere Routen zur Auswahl hat und auf Skiern abfahren
kann.
Führer zur Tour
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