Llaima
(3125 m)
Das
dampfende Ungeheuer
Östlich
von Temuco, der Hauptstadt der Region Araukaniens, erhebt sich
einer der aktivsten Vulkane Südamerikas, der imposante Vulkan
Llaima. Mit seinen 3125 m Höhe scheint er sich über
die Wolkendecke strecken zu wollen. Sein stets dampfender Krater
scheint an das Wesen in ihm erinnern zu wollen, das uns mit einem
erneuten Ausbruch abermals seine ungeheure Kraft demonstrieren
möchte.
Von
seinem Gipfel aus, der aus einem Krater mit einem Durchmesser
von 350 Metern besteht, überblicken wir eine Landschaft von
unbeschreiblicher Schönheit und bestaunen die Galerie der
Vulkane ringsum, darunter Lonquimay, Tolhuaca, Sierra Nevada,
Callaqui und Copahue im Norden sowie Villarrica, Lanín,
Quetrupillán und Choshuenco im Süden. Und dabei sind
noch nicht einmal die Seen, Berge und Wälder in dieser Andenregion
erwähnt. Den Gipfel des Llaima zu erreichen ist zweifellos
die größte Herausforderung für Bergsteiger in
dieser Region. Beliebt ist besonders der Aufstieg über die
Nordseite, ausgehend von der Station Captrén des Nationalparks
Conguillío.
Anfahrt
Von
Temuco aus gibt es zwei Anfahrtsmöglichkeiten. Die eine eine
ist die asfaltierte Landstraße nach Curacautín (km
84) und von dort auf einer stellenweise schlechten Schotterpiste
weitere 34 km bis zum Eingang in den Nationalpark Conguillío
an der Laguna Captrén. Das Busunternehmen Erbuc (Tel. 45-272204)
fährt täglich dreimal bis Curacautín um 07.30
– 10.15 – 11.15 Uhr, dahinter ist nur noch Autostopp
oder ein organisierter Transport möglich.
Die
andere Möglichkeit ist die asfaltierte Straße nach
Cherquenco (82 km) und von dort die Schotterpiste (22 km) zum
Skizentrum Las Araucarias, von wo aus der Aufstieg über die
Westflanke beginnt. Busse fahren nur bis Cherquenco (Nar-Bus,
Tel. 45- 407740, täglich vier Fahrten, 11.30 – 13.30
– 16.30 – 18.30 Uhr).
Beide
Routen beginnen in Temuco zwischen Feldern, führen langsam
in die Südbuchenwälder der Andenregion und schließlich
in die Araukarienwälder.
Eintritt
Über
Captrén: 2800 CLP (ca. 4 USD) pro Person
Über das Skizentrum Las Araucarias: Eintritt frei
Tag
1 (6 – 8 Stunden)
Für
die nördliche Route von Captrén aus folgt man einem
Bergkamm rechter Hand. Dort gibt es einen kleinen Pfad, danach
steigt man fast nur noch geradeaus auf. Die Route, die vom Skizentrum
Las Araucarias ausgeht, folgt dem Schlepplift bis zum Ende. Von
dort aus überquert man die Ebene immer in nordöstlicher
Richtung und klettert einen kleinen Vorsprung hinauf. Dann dreht
man nach rechts (Richtung Süden) ab und gelangt zu einem
Geysir namens "Chimenea" (Kamin). Von diesem Punkt aus
geht es noch eine weitere Stunde geradeaus hinauf bis zum Gipfel.
Bei
beiden Routen sollte man auf jeden Fall folgendes mitzunehmen:
Eispickel, Steigeisen, Seil, Karte und Kompass. Der Vulkan Llaima
ist von einer Vielzahl riesiger Felsen übersät, die
nur auf sehr dünnem Untergrund aufliegen. Deshalb und wegen
der steilen Abhänge kommt es leicht zu Felsabgängen,
die äußerst gefährlich werden können, wenn
man nicht entsprechende Vorkehrungen trifft. Ein weiteres Risiko
stellen die zahlreichen Gräben und Spalten dar, die entstehen,
wenn die Schneemassen auf Grund der Hangneigung und der Sonneneinstrahlung
auf der Nordseite auseinanderbrechen.
Der
Abstieg dauert etwa 3 – 3,5 Stunden.
Führer zur Tour
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Blick von der Laguna Captrén aus

...und von der Sierra Nevada auf den Llaima

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