Osterinsel
Die Osterinsel liegt in den unendlichen Weiten des Pazifiks, fast 4000km vor der chilenischen Küste entfernt. Die über 160 km² große Insel wurde vor etwa 3 Mio. Jahren durch drei noch heute existierende Hauptvulkane, Poike- Terevaka und Rano Kau, aus den Tiefen des Meeres gehoben. Neben der Insel Pitcairn gilt sie als isoliertester Lebensraum der Welt.
Besucher erleben die Insel als geheimnisvoll und interessant, vor allem wegen ihrer ungeklärten Geschichte und den typischen Steinfiguren “Moai´s”, welche der Insel 1995 verhalfen als UNESCO Kulturerbe deklariert zu werden.
Flora & Fauna
Flora und Fauna werden fast zur Gänze von eingeführten Spezies bestimmt. Grasdecken (Melinis minutiflora) und kleinere Eucalyptuswälder überziehen fast zur Gänze die gesamte Insel. Der Duft der Guavenbüsche begleitet den Wanderer, orangefarbene Verbenen leuchten am Wegesrand, an dem im Winter vereinzelt rote Walbäume blühen. Die Tierwelt wird hauptsächlich von Pferden, die inzwischen zu tausenden wild leben, bestimmt. Klassische Touristen können in drei Tagen die Insel ausreichend kennen lernen. Wanderer finden aber abwechslungsreiche Touren für eine ganze Woche.
Geschichte
Die Geschichte der Osterinsel ist lang und turbulent. Historisch datiert jedoch seit dem Jahre 1722, als Jacob Roggeveen die Insel sichtete und sie zugleich dem Tag der Entdeckung nach benannte, Ostersonntag. Die Menschen beteten riesige Bildsäulen an, welche noch heute das Zeugnis einer verlorenen Kultur darstellen, welche von Kevin Costner auf unterhaltsamer Weise dargestellt wird. 140 Jahre später wurden Tausende Einwohner der Insel verschleppt und hauptsächlich für den Guanoabbau in Peru eingesetzt. Die wenigen Überlebenden brachten Krankheiten auf die Osterinsel zurück, so dass 1888, als Kapitän Policarpo Toro Rapa Nui für Chile annektierte, nur wenige Hundert Bewohner vorzufinden waren.
Doch woher kamen die ersten Besiedler? Als anerkannt gilt die Theorie der Erstbesiedlung aus Polynesien, aber auch ägyptische Exilanten oder Überlebende der Atlantik-Katastrophe könnten laut verschiedener Autoren die ersten Rapa Nui gewesen sein. Die These der Besiedlung aus Südamerika wird zwar durch ähnliche Steinmetzkunst der beiden Kulturgruppen unterstützt aber durch Genanalysen entkräftet.
Die Legenden der Rapa Nui und ihrer kolossalen Bildsäulen bleiben. Sie sind heute Grundlage für die Entwicklung der Insel zu einer touristischen Attraktion. Seit 1967 verbindet eine Landepiste die Osterinsel mit dem Rest der Welt und bietet regelmäßige Flugverbindungen nach Santiago oder Tahiti.
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