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Trekking - Transkordillera

Transkordillera

Gesamtkilometer 81,2 km

Die Bolivianischen Anden erstrecken sich in zwei großen Ketten von Nord nach Süd. Die Westkordillere zieht sich der chilenischen Grenze entlang und birgt viele Vulkane, wie Ollagüe (6102 m), Parinacota (6350 m) oder auch den Sajama - mit 6559 m höchster Gipfel des Landes. Die Ostkordillere, bekannter unter dem Namen Königskordillere, erstreckt sich hingegen zwischen dem nördlichem Illampu (6427 m) und dem südlichen Illimani (6460 m) auf einer Länge von etwa 200 km.
Eine Trekkingtour ausgehend von Sorata oder wie hier vorgestellt, von der etwas südlicher liegenden Laguna Kacha, folgt dem Verlauf der Königskordillere bis vor die Haustür von La Paz. Die Wege führen dabei teilweise auf über 5000 m. Der Gepäcktransport kann sehr günstig und vor allem auf traditionelle Weise per Lama erfolgen. Dies verschafft den Bergbauern ein wenig Einkommen, sorgt für Sicherheit und natürlich für den Kontakt zur Aymarakultur. Wem 9 Tage Andentrekking nicht genug sind, steigt in 2 Tagen über das Livinosatal ab nach Botijlaca und findet dort Anschluß an die ebenfalls hier vorgestellte Wanderung durch das Seengebiet.

Ansicht der Tourkarte Camp 1 und 2 (61 KB)
Ansicht der Tourkarte Camp 2 und 3 (25 KB)
Ansicht der Tourkarte Camp 3 und 4 (26 KB)
Ansicht der Tourkarte Camp 4 und 5 (30 KB)
Ansicht der Tourkarte Camp 5 bis 7 (42 KB)

Tag 1 Anfahrt

Anfahrt von La Paz zur Laguna Kacha über Achacachi. In Achacachi gibt es noch verschiedene Restaurants und jede Menge Möglichkeiten am Markt Lebensmittel einzukaufen. Die Piste ist ziemlich schlecht, der Minibus schafft es gerade noch mit Müh und Not. Wir stellen unser Zelt windgeschützt hinter alten Mauern, gleich neben der Piste, auf.
Eine kleine Eingehtour führt einfach den Grashang hinter dem Camp bergauf. Von hier aus erhalten wir einen schönen Blick bis zum Titicacasee.

Camp 1 S 15°58.591´ W068°30.200´ 4839 m

Tag 2 Laguna Kacha - Chajolpayo
(WZ 8 h, 515 m 1140 m)

Vom Camp aus wandern wir zuerst die Piste entlang, welche schon nach ca. 1 h endet. Nun folgen wir einem schmalen Pfad, welcher über Grashänge mit schönen Lupinenbestand bergab zur Laguna Chojina Quta führt, welche wir nach einer weiteren Stunde erreichen. Hier finden wir schöne Rastplätze am Ufer. Wir queren das Tal zur Nordseite und steigen hier den Hang wieder hoch. Der Pfad quert nun leicht ansteigend den Hang entlang. Am östlichen Ende des Sees angelangt, windet er sich nun in Serpentinen hoch zum Paso Calzada auf 5062 m, welchen wir nach 2 anstrengenden Stunden erreichen. Vom Pass geht es nun immer bergab, dabei halten wir uns auf der Südseite des Rio Chajolpayo. Nach ca. 3-4 h erreichen wir unser Camp oberhalb des Ortes Chajolpayo auf 4172 m.

Chojina Quta S15°56.433´ W068°28.461´ 4758 m 5,1 km
Paso Calzada S15°55.232´ W068°27.719` 5062 m 2,6 km
Camp 2 S15°52.139´ W068°23.854´ 4172 m 9,0 km

Tag 3 Chajolpayo - Negruni Pampa
(WZ 5 h 30 min, 865 m 360 m)

Der Weg führt vom Camp 15 min. südlich hoch über Felsblöcke und Grasbestand zum nächsten Seitental auf 4215 m. Hier steigen wir das Tal hoch, anfangs noch am Talboden und Weidegebiet. Dort wo das Tal steiler ansteigt, führt ein Pfad auf felsigem Gebiet die Ostseite des Tales bergauf. Bei den Felsen verliert sich der Weg etwas, man trifft aber automatisch etwas oberhalb wieder darauf. Dieses Tal würde uns weiter zur Laguna am Fuße des Chajowara Berges führen. Wir zweigen aber nach 2 h auf 4600 m ab in das südöstlich liegende Tal, welches hoch zum Negruni Pass führt. Dabei queren wir den kleinen Bach und folgen dem schmalen Pfad auf der westlichen Hangseite bergauf. Nach 2h mühsamen Aufstiegs erreichen wir den Pass auf 4920 m. Die 5000er Gipfel des Warawarani sind zum Greifen nahe. Auf der anderen Passseite erkennen wir das Chiguini Tal mit seiner kleinen Lagune. Der Weg führt hier auf der westlichen Talseite bergab. Rund um die Lagune ist alles morastig. Nach ca. 1,5 h erreichen wir Negruni Pampa auf 4665 m, unser heutiges Camp. Es liegt wunderschön inmitten schneebedeckter Berge, gleich neben einem kleinen Hof aus Steinhäusern.

Taleingang S15°51.859´ W068°23.512´ 4215 m 0,8 km
Abzweig Negruni S15°53.532´ W068°22.686´ 4600 m 3,4 km
Paso Negruni S15°54.620´ W068°22.517´ 4920 m 2,0 km
Camp 3 S15°55.512´ W068°21.867´ 4665 m 2,0 km

Tag 4 Negruni Pampa - Piedras Blancas
(WZ 8 h, 875 m 1150 m)

Wir folgen der westlichen Talseite den Hang bergab. Nach 1 h erreichen wir einen schön gelegenen Hof an der Laguna Verde auf 4420 m. Hier steigen wir 15 min. bergab zu einem Punkt, wo sich zwei Täler treffen. Hinter uns erhebt sich der 6104 m hohe Chearoko, welchen wir bereits oberhalb des ersten Camps gesehen haben. Das Schmelzwasser seiner Gletscher mäandert türkisfarben das Tal bergab, wir wandern auf der östlichen Seite des Baches. Wir folgen eine zeitlang dem flachen Tal, welches bald aprupt abfällt. Vor uns liegt ein Gehöft, welches sich wie eine mittelalterliche Burg an eine kleine Bergkuppe schmiegt. Links davon führt der Pfad steil bergab, immer entlang dem türkisfarbenen Bach über bizarre Buckelwiesen und herrlichem Panorama zum Hof Palca auf 4007 m, welchen wir nach weiteren 2 h erreichen. Palca besteht nur aus wenigen Häusern, unter anderem einem Gebetshaus, wo sich die Campesinos Sonntags treffen. Zum ersten Mal treffen wir hier auf Buschbestand mit blauen Beeren, Challi genannt und Kakteen. Hier trifft südlich kommend ein weiteres Tal hinzu, unsere neue Route. Der Weg führt bei den Häusern vorbei, steigt kurz an und führt nun den flachen Talboden entlang, auf herrlichen Lamaweiden und vorbei an einigen kleinen Gehöften. Am Talende beginnt wieder ein satter Aufstieg auf der linken Bachseite. Dahinter thront der über 6000 m hohe Chachakumani. Der Weg wird immer steiler und führt zu einer kleinen Lagune. Von hier ist es nur mehr ein kurzes Stück weiter und wir erreichen nach 3,5 h den 4774 m hohen Paso Potrero. Von hier aus erkennen wir bereits die Piste und damit unser heutiges Ziel. Wir steigen bergab, vorbei an einen kleinen Hof. Nach 1 h15 min. erreichen wir unser heutiges Camp auf 4385 m, Hanko Lakaya oder Piedras Blancas.

Laguna Verde S15°56.434´ W068°20.453´ 4420 m 3,1 km
Palca S15°56.873´ W068°18.135´ 4007 m 4,2 km
Paso Potrero S15°59.589´ W068°18.967´ 4774 m 5,3 km
Camp 4 S16°00.676´ W068°17.780´ 4385 m 2,9 km

Tag 5 Piedras Blancas - Quta Thiya
(WZ 6,5 h, 730 m 615 m)

Wir folgen der Piste berghoch. Nach 3,5 h erreichen wir den 4996 m hohen Paso Mullo. Obwohl es sich um eine Straße handelt, sind dies bisher die schönsten Ausblicke der Tour. Ein Gletscher reicht bis nahe zur Straße und südlich breiten sich eine Vielzahl schöner Gipfel. Wir bleiben weiter auf der Piste und seigen nun in Serpentinen bergab, ab und zu folgen wir Abkürzungen. Nach 1 h erreichen wir den See Janq´u Quta, welcher vom Gletscherwasser milchig trüb ist. Die Piste führt oberhalb des Ufers entlang. Am anderen Ende angelangt, quert die Piste auf die andere Talseite und führt den Hang entlang, teilweise wieder leicht ansteigend. Bald erhalten wir Ausblick auf den langgezogenen See Quta Thiya, mit den verschneiten Bergen im Hintergrund ein absolutes Highlight. Die Piste führt nun bergab und rund um den See herum. Gleich beim Abfluß des Sees schlagen wir auf 4460 m unser Camp auf.

Paso Mullo S16°03.157´ W068°18.375´ 4996 m 4,7 km
Janq´u Quta S16°04.459´ W068°18.874´ 4721 m 2,6 km
Camp 5 S16°07.835´ W068°20.993´ 4460 m 7,3 km

Tag 6 Quta Thiya - Ajwani Quta
(WZ 5 h, 585 m 395 m)

Vom Camp aus queren wir den Bach über Steine und steigen den Grashang links bergauf. Nach 2 h erreichen wir den flachen Rücken des langgezogenen Hanges. Hier finden sich nur Moose und kleine Gräser. Der höchste Punkt auf 4751 m bildet einen sanften Pass, Paso Minassa, von wo aus wir nun wieder absteigen. Unter uns liegt ein kleiner See im Tal des Rio Linco. Auf dem dahinter liegenden Rücken erkennen wir eine weitere Laguna, unser heutiges Ziel, im Hintergrund erkennen wir den Huayna Potosi. Doch zunächst steigen wir 1 h 20 min. ab ins Tal auf 4403 m, der Pfad ist dabei teilweise leicht ausgesetzt, der Ausblick fantastisch schön. Der Weg führt am Talboden des Rio Linco zwischen den Lagunen Alka Quta und Sura Quta und steigt gleich wieder am anderen Hang bergauf. Mäßig anseigend führt er dabei oberhalb des Sees entlang. Oben flacht der Hang wieder ab und bietet Platz für die Lagune Ajwani Quta, unserem heutigen Camp auf 4619 m.

Paso Minassa S16°09.875´ W068°20.954´ 4751 m 3,8 km
Rio Linco S16°09.633´ W068°19.639´ 4403 m 2,4 km
Camp 6 S16°10.995´ W068°19.547´ 4619 m 2,5 km

Tag 7 Ajwani Quta - Juri Quta
(WZ 3,5 h, 475 m 395 m)

Vom See aus steigen wir den Hang bergauf, über den Rücken drüber, wieder leicht bergab und wieder hoch. Nach 1 h erreichen wir einen weiten sandigen Pass auf 4840 m. Der Ausblick reicht vom Ancohuma über den Titicacasee und bis zum Huayna Potosi. Die Gegend erinnert etwas an das tibetanische Hochland. Wir steigen 45 min. ab zum Sistana Quta auf 4696 m. Natürlich geht es nun wieder bergauf , allerdings der letzte Pass für heute auf 4898 m, welchen wir schon nach 45 m erreichen. Die Aussicht ist nicht so gewaltig, man erkennt nur den Huayna Potosi. Beim Abstieg offenbaren sich allerdings fantastische Landschaftsbilder. Der Ausblick auf den Condoriri, den Pico Austria und der Laguna Juri Quta läßt uns schier den Atem still stehen. Wir steigen 45 min. ab zur Laguna und schlagen etwas oberhalb des Ufers unser Camp auf 4708 m auf.

Sandiger Pass S16°12.061´ W068°18.866´ 4840 m 2,4 km
Sistana Quta S16°11.581´ W068°17.711´ 4696 m 2,2 km
Pass S16°12.129´ W068°17.459´ 4898 m 1,1 km
Camp 7 S16°11.902´ W068°16.706´ 4708 m 1,4 km

Tag 8 Juri Quta - Chiar Quta
(WZ 5 h, 680 m 715 m)

Es führt sowohl am Nord- als auch am Südufer ein Weg entlang. Wir wandern 30 min. am Südufer bis zur Ostseite des Sees. Hier steigen wir steil die Seitenmoräne hoch, der Gletscher ist schon längst weggeschmolzen. Ein kleines Stück muß geklettert werden, allerdings recht leicht. Der Weg verliert sich am Gletschersee, oberhalb der Kletterstelle markieren Steinmännchen die Route und bald wieder ein ausgetretener Weg bis hoch zum Pass. Die Tragtiere können diese Route nicht nehmen und gehen die Strecke über die Laguna Negra. Der Pass liegt bereits auf 5158 m und der Aufstieg dauert fast 2 h. Von hier aus bietet sich der leichte Aufstieg auf den Pico Austria an, der ohne Schnee, über Schutt, kaum 1 h dauert. Die Aussicht ist abolut gewaltig und die Tour daher auf alle Fälle zu empfehlen. Der Gipfel liegt auf 5358 m. Anschließend steigen wir wieder ab zum Pass und nun bergab zur Laguna Chiar Quta. Dabei empfiehlt es sich das Camp nicht im Basislager, sondern am Südufer des Sees aufzuschlagen, da das Basislager gewöhnlich von vielen Bergsteigern bevölkert wird.

Paso Austria S16°11.187´ W068°15.342´ 5185 m 2,8 km
Pico Austria S16°11.407´ W068°15.455´ 5358 m 0,5 km
Camp 8 S16°11.866´ W068°14.805´ 4666 m 1,4 km

Tag 9 Rückfahrt La Paz
(WZ 2 h, 70 m 285 m)

Wir folgen dem Weg bergab und erreichen nach 2 h den Stausee Tuni. Der Rücktransport nach La Paz sollte auf alle Fälle schon vorher organisiert werden.

Lago Tuni S16°14.902´ W068°14.378´ 4456 m 5,7 km

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Chiar Quta

 

 


Pico Austria 5358 m

 

 


Laguna Carizal

 

 


Lago Juri Quta

 

 


Río Chiquini