Akklimatisationstouren
Das Hochland von Bolivien ist seinem Namen würdig und raubt einem bereits
bei der Ankunft am Flughafen (4060 m) im wahrsten Sinn des Wortes den Atem. Kein
Absitzen auf steinigen Geröll, im kaltem Basislager, sondern komfortable Unterkünfte
in La Paz mit interessanten Tagesausflügen erlauben unserem Körper jedoch die
langsame Anpassung an diese gewaltigen Höhen. Schon traditionelle Tagesausflüge,
wie zum Titicacasee, den Ruinen von Tiwanaku oder zum Skigebiet Chacaltaya,
führen auf 4000 m und darüber. Eine aktive Anpassung ist einem passiven
Absitzen jedoch vorzuziehen (s. Höhenanpassung), weshalb wir hier zusätzlich
zwei kleine Wanderungen rund um La Paz vorstellen.
Ansicht der Tourkarte (75 KB)
1. Wanderung Muela del Diablo
In der Nähe des oft besuchten Valle de la Luna befindet sich der markante Felsfinger "Muela
del Diablo". Schon von weitem erkennt man seine auffällige Erscheinung. Eine leichte
Wanderung führt durch die Siedlung Chiarake und auf den Gipfel mit guter Aussicht über
La Paz.
Anfahrt
Ein Taxi verlangt für Hin- und Rückfahrt inklusive Wartezeit etwa 20-30 USD. Die Strecke
führt Richtung Palca, nach etwa 45 Minuten erreichen wir Pedregal. Oberhalb davon liegt der
Friedhof auf einer Höhe von 3630 m. Die Straße führt in Serpentinen noch weiter hoch bis
nach Chiarake auf 3820 m. Diese Strecke kann man bereits auf einem Pfad zurücklegen,
welcher die Serpentinenschlaufen miteinander verbindet.
Wanderung
Von Chiarake aus erblicken wir bereits den nahe liegenden Muela. Im Ort befindet sich
gleich neben der Anfahrtsstraße ein kleine Lagune. Von dieser geht rechts eine Piste ab.
Diese führt durch die Siedlung, wandelt sich schon bald zu einem Pfad und leitet bergab zu
einem oft trockenem Bachbett . Auf der anderen Seite des Baches erkennt man bereits die zum
Muela hoch führenden Serpentinen. Etwa eine halbe Stunde berghoch enden diese knapp unter
dem Felsdom. Die letzten Meter werden durch loses Geröll am steilen Hang erschwert. Nach
nochmals etwa einer halben Stunden erreichen wir einen wunderbaren Aussichtsplatz unterhalb
des Gipfels. Die letzten Meter zum Gipfel über die
Südseite sind nur Leuten mit Kletterkenntnissen zu empfehlen.
| Friedhof |
S16°33.070´ |
W068°03.293´ |
| Aussichtsplatz |
S16°33.747´ |
W068°03.409´ |
2. Valle de las Animas
Leicht zu organisieren, kurze Anfahrtszeit und ein fantastischer Ausblick auf
La Paz nach einer kurzen Wanderung durch bizarre Erosionslandschaft.
Anfahrt
Von La Paz aus erreichen wir nach etwa 1h15min. Anfahrt, auf der Straße Richtung Palca,
den ca. 4000 m hohen Pass "Cuesta de las Animas". Ein Taxi kostet für die Hin- und Rückfahrt
etwa 30-40 USD inclusive Wartezeit für die Wanderung. Gleich neben der Straße befindet
sich hier eine kleine Lagune. Von hier aus erhält man einen wunderbaren Blick auf den
mächtigen Illimani. Etwa 1 km die Straße, nun vom Pass bergab führend, passieren wir
eine Kirche. Kurz darauf quert die Piste zweimal grobes Geröll herabführender Quebradas
auf etwa 3950 m.
Wanderung
Wir folgen der linken Quebrada, welche nördlich bergauf führt. Ein wenig verwirrend
wirken die engen Seitentäler, die mit steilen Sedimentwänden von unserer Route wegführen.
Als leichte Orientierungshilfe dient eine Wasserleitung, der wir immer folgen müssen.
Schon nach etwa einer halben Stunde weitet sich die enge Schlucht und wir treffen auf
Äcker, die den Hang hoch führen. Einfach immer der tiefsten Stelle entlang folgen. Wir
erkennen bereits von weitem zwei markante Felsfinger, welche sich auf etwa 4300 m befinden.
Einige Meter links davon bricht das Gelände steil zur anderen Bergseite ab. Von hier aus
erhalten wir eine fantastische Aussicht auf das Altiplano und den Hexenkessel von La Paz.
Der Abstieg erfolgt auf den gleichen Weg und dauert nur etwa 30 min.
| Start |
S16°32.577´ |
W068°00.362´ |
| Felder |
S16°32.122´ |
W068°00.565´ |
| Aussichtsplatz |
S16°32.030´ |
W068°00.627´ |
Ansicht der Tourkarte (75 KB)
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