Wildwasser
rund um Santiago
Río
Mapocho
Wie er da
so schmutzig und stinkend durch Santiago treibt, hält man
es kaum für möglich, dass Leute in dieser Kloake freiwillig
Wassersport betreiben. Oberhalb der Hauptstadt aber ist das Wasser
des Río Mapocho noch sauber und formt einige interessante
Wirbel. Der Fluss bleibt jedoch etwas für Vollständigkeits-Fetischisten.
Am Oberlauf sehr steinig, ist er weiter unten bereits hoffnungslos
verbaut und von scharfen Hunden gesäumt.
Die Zufahrt
erfolgt über die Straße nach Farellones. Ab
der Mündung des Río San Francisco fließt der
Mapocho auf 5 km mit einem Gefälle von etwa 28 m/km im Schwierigkeitsgrad
IV-V bis zur Straßenbrücke. Unterhalb folgen weitere
5 Kilometer mit Grad IV bis zur Brücke El Arrayán.

Río
Maipo
Der bekannteste
Rafting- und Kajakfluss der Zentralzone verdankt seine Attraktivität
eher der Nähe zu Santiago als einer besonderen Ausstrahlung.
Das obere Maipotal ist längst stark besiedelt, immer mehr
erschweren Ufer-Einzäunungen den Zugang, und auch das bräunlichgraue
Gletscherwasser wirkt nicht sonderlich einladend.
über
San José de Maipo gelangt man immer weiter das Tal hinauf.
Die obersten Abschnitte des Flusses sind waghalsigen Experten
vorbehalten: Unterhalb des Wasserkraftwerkes El Manzanito beginnt
eine 8 km lange Fünfer-Strecke, die sich von der Straße
aus gut einsehen lässt. Die Sechser-Stelle in der Todesschlucht
sollte man dabei besser nicht übersehen.
Die beliebteste
Einsetzstelle liegt am Zusammenfluss mit dem Río Yeso,
über den kurz hinter dem Polizeiposten eine Brücke führt.
Hier beginnt eine 35 km lange Strecke Grad III bis V mit einem
Gefälle von etwa 14 m/km. Achtung: Auf der Höhe des
Eisenbahntunnels wartet eine schwere V+-Stelle, kurz darauf eine
weitere. Spätestens in San José sollte man aussetzen.

Río
Volcán
Der Nebenfluss
des Maipo birgt auf der Strecke zwischen Baños Morales und dem
Ort El Volcán wenig Wasser, viel Steine und Schwierigkeitsgrad
V+. Unterhalb fließt er etwa 4 km mit Grad IV und einem
Gefälle von 20-25 m/km.

Río
Yeso
Bei diesem
Zufluss des Maipo handelt es sich eher um einen "nassen Steinbruch".
Auf der Straße ins obere Maipotal zweigt die Piste zum Yeso-Stausee
ab. Der Fluss ist nur schwer zu erreichen und fließt auf
etwa 4 km mit Grad V und 25 m/km Gefälle bis zur Brücke.
Nur für Extremisten.

Río
Colorado
Der Oberlauf
des Colorado, ebenfalls ein Nebenfluss des Maipo, kann nur mit
Genehmigung des Militärs befahren werden. Von der Kontrollstelle
an der Straße nach Maitenes rauscht der Fluss mit Grad IV
und über 20 m/km Gefälle zur Hauptstraße des Maipotals
zurück. In der steilen Schlucht kann man unterwegs praktisch
nicht aussteigen. Verschiedenen Berichten zufolge sind einige
Stellen nicht mehr befahrbar; vorher gut abchecken!

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