Wildwasser
zwischen Santiago und Curicó
Río
Cachapoal
Diesen
Fluss erreicht man von Rancagua aus über Coya. Die etwa 12
Kilometer lange Strecke zwischen dem Staudamm und Coya bietet
Grad IV bis V und 12 m/km Gefälle, führt aber oft nicht
genügend Wasser das wird für die Kupfermine El
Teniente abgezogen und weiter unten mit Chemikalien angereichert
zurückgegeben. Unterhalb der Termas de Cauquenes eignet sich
der Cachapoal gut für Anfängerkurse.

Río
Tinguiririca
Für Rafter
eher nicht zu empfehlen, bietet dieser Fluss für Kajakfreaks
einige technische Herausforderungen. Bei der Anfahrt folgt man
der holprigen Schotterpiste von San Fernando zu den Termas El
Flaco (80 km), die je nach Tageszeit nur in einer Richtung befahrbar
ist. Etwa 12 Kilometer vor den Thermen kreuzt die Straße
den Fluss; bei der Brücke liegt eine gute Einstiegsstelle.
Ab hier bietet
eine tief eingeschnittene Schlucht 40 Kilometer Wildwasser mit
der Besonderheit, dass es immer schwerer wird statt einfacher
und man an einigen Abschnitten nicht aussteigen kann. Der Schwierigkeitsgrad
beträgt III bis IV; dabei muss mehrmals umgetragen werden.
Das Gefälle beläuft sich auf den ersten 20 Kilometern
gänzlich über der Baumgrenze auf etwa
24 m/km. Der Fluss wird beiderseits von hohen Bergen bewacht.
Nur wenig Glück gehört dazu, Kondore beobachten zu können.
Danach schließen
sich etwa 22 Kilometer mit 13 m/km bis zur Brücke Negro an.
Der letzte Teil bis zur Panamericana bietet auf ca. 15 Kilometern
leichtes Paddeln zwischen II und III und ist dabei landschaftlich
immer noch reizvoll.
Río
Teno
Eine gute
Schotterpiste führt östlich von Curicó zum Ferienort
Los Queñes. Etwa 17 km flussaufwärts passiert der
Río Teno eine gewaltige Schlucht. Unterhalb dieser Kaskaden
lässt sich gut einsetzen, um einige Kilometer mit Grad III
bis V und einigen Portagen zu befahren. Anschließend führt
der Fluss mit Grad III bis IV bis zur Brücke ca. 4 km hinter
Los Queñes. Das Gefälle dürfte bei 15 m/km liegen.
Der Río
Teno wird am Oberlauf in ein enges Tal inmitten wilder Berge eingezwängt,
der Unterlauf ist teilweise von Bäumen bestanden. Für
Wildwasserfreunde lohnt sich auch der glasklare Nebenfluss Río
Claro, der in Los Queñes dazustößt.

Río
Mataquito
Westlich der
Panamericana fließt der Teno mit dem Lontué zusammen
und strömt als Río Mataquito dem Pazifik entgegen.
Wegen seiner langsamen Strömung lässt er sich leicht
mit dem Kanadier befahren. Auf der landschaftlich reizvollen und
durch mehrere Brücken leicht zugänglichen Strecke lassen
sich ein- oder mehrtägige Flusswanderungen unternehmen. Das
weite Tal ist teilweise starken Winden ausgesetzt. Vorsicht im
Mündungsgebiet zum Pazifik: Hohe Wellen und starke Strömung
verursachen leicht gefährliche Situationen.

Río
Lontué
Dieser Fluss
ist schwierig zu erreichen, lohnt aber eine schöne Kajakwanderung.
Von Curicó aus führt eine Straße südöstlich
Richtung Upeo; bevor sie nach Norden abbiegt, bleibt man am Fluss
und versucht, an einem der Grundstücke gegenüber der
Siedlung Culenar einzusteigen. 17-20 Kilometer Abfahrt Grad III-IV
in klarem Wasser, mitten durch weite Felder.

Río
Claro
Bekannt ist
dieser Río Claro (einer von vielen selben Namens) durch
die berühmten Kaskaden Siete Tazas und das gleichnamige Naturreservat,
zu dem von Curicó über Molina eine gute Schotterpiste
führt. Die Kaskaden sind befahrbar allerdings nur
für Profis. Dabei geht es weniger um "Fahren" als
vielmehr darum, sich die Wasserfälle hinunterzustürzen,
ohne sich den Hals zu brechen. Der Einstieg erfolgt entweder direkt
oberhalb des mit acht Metern höchsten Wasserfalls oder 500
Meter oberhalb davon. Ein ausgeschilderter Pfad führt von
der Straße zur besten Ausstiegsstelle an der untersten "Tasse".
Auf keinen
Fall sollte man versäumen, das angrenzende Nationalreservat
zu besuchen. Herrliche Südbuchenwälder mit malerischen
Schluchten bieten gute Wandermöglichkeiten für mehrere
Tage.

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