Rad fahren
Neben Nordic-Walking und Jogging bietet Rad fahren eine weitere hervorragende Möglichkeit,
die Ausdauer zu steigern. Auch hier gilt es nicht das Tempo zu verbessern, sondern etwas für
die Grundlagenausdauer zu tun. Rad fahren eignet sich für jedes Alter, da es ein gelenkfreundlicherer
Sport als Jogging ist, schließlich lastet ein Großteil des Körpergewichts auf dem Sattel und nicht
auf den Kniegelenken.
Abgesehen davon, dass die Fortbewegung mit dem Rad die Umwelt schont, ist das Rad fahren der
ideale Einstieg für Menschen, die längere Zeit keinen Sport ausgeübt haben.
Es verbessert die Kreislauffunktion, senkt den Blutdruck und stärkt das Immunsystem.
Bereits nach wenigen Minuten Rad fahren durchbluten die Gelenke, ab 50 Minuten wird auch der
Fettstoffwechsel angeregt.
Um den Rücken zu stärken, sollte der Oberkörper leicht nach vorne gebeugt werden. Die
gleichmäßigen Beinbewegungen beim Rad fahren kräftigen besonders den Bereich der Lendenwirbelsäule
und somit wird Rückenschmerzen vorgebeugt. Wichtige Voraussetzung ist jedoch, dass das Rad
körpergerecht eingestellt wird. Beim Fahren keine zu hohen Gänge nehmen - besser kleine
Gänge und hohe Trittfrequenz wählen.
Körpergerechte Einstellung
Dies ist notwendig, um ermüdungsfrei und vor allen Dingen ohne Schmerzen auch längere Zeit
Rad fahren zu können.
Rahmenhöhe
Über dem Fahrrad stehend sollte ca. eine handbreit zwischen dem Schritt und dem oberen
Rahmenrohr frei bleiben.
Sattel
- Der Sattel befindet sich immer in waagrechter Position.
- Mind. 6,5 cm der Sattelstange müssen im Sitzrohr bleiben, da ansonsten das Sattelrohr
ausbrechen kann. Meistens befindet sich an der Sattelstange eine entsprechende Markierung
des Herstellers.
- So wird die optimale Sattelhöhe eingestellt: Den gestreckten Fuß mit der Ferse auf das
unten stehende Pedal stellen, dabei bleibt der andere Fuß auf dem oberen Pedal. Wechselt
man nun von der Ferse auf den Ballen winkelt sich das Bein leicht an - die ideale Position.
- Um auf dem Fahrrad auch beim Stoppen einen stabilen Stand zu haben, sollten auf dem Sattel
sitzend beide Füße, zumindest mit den Fußspitzen, den Boden berühren.
Die Mehrzahl der RadfahrerInnen bevorzugen so genannte Gelsättel. Generell sollte ein guter
Sattel eine abgesenkte Sattelnase haben - dies reduziert den Druck auf Damm- und Schambeinbereich.
Kompetente FachhändlerInnen bieten ihrer Kundschaft die Möglichkeit, vor dem Kauf den Sattel einige
Tage zu testen.
Lenker
Der Lenker soll sich auf gleicher Höhe mit dem Sattel befinden - also zuerst den Sattel
einstellen - und anschließend den Lenker. Wie beim Sattel hängt die Wahl des Lenkers vom
jeweiligen Radtyp ab: Man hält an der Sattelspitze den Unterarm mit dem Ellenbogen in Richtung
Lenker, dabei sollten zwischen Fingerspitzen und Lenkerbügel 2-3 cm Abstand sein. Idealerweise
wird darauf schon beim Fahrradkauf geachtet - allerdings ist auch späteres Umrüsten möglich.
Federung
Ein Rad mit Federung ist entlastend für die Wirbelsäule und ermöglicht auch längere Fahrten
ohne körperliche Beschwerden. Rücken, Arme und auch die Handgelenke werden geschont, weil durch
die Federung Stöße und Vibrationen bei Bodenunebenheiten etc. gemildert werden. Auch hier empfiehlt
sich die Beratung im guten Fachhandel, um die Federhärte auf das Körpergewicht und die
persönlichen Bedürfnisse einstellen zu lassen. Wer bereits einen Drahtesel sein eigen
nennt, kann mit einer gefederten Sattelstütze nachrüsten - allerdings ist diese Alternative
nicht ganz so komfortabel.
Trainingsplan
Als EinsteigerIn fährt man am Anfang am besten flache Strecken, da bergiges Gelände zunächst
noch zu viel Energie verlangt und man sich leicht überfordert.
- Im 1. Monat jeweils 2 bis 3 Mal pro Woche ca. 45 Minuten radeln. Zur Förderung der Ausdauer
ist es für Anfänger ideal, zunächst im unteren Gangbereich zu fahren, am besten mit einer
Trittfrequenz von 80 bis 100 Pedalumdrehungen pro Minute.
- Im 2.Monat steigert man die Fahrzeit auf ca. 1 h 15, um ab dem 3.Monat problemlos 2-3 Mal die
Woche ca. 2 h fahren zu können.
Sicherheit
- Ein heikles Thema ist das Aufsetzen eines Helmes. Bei Pro und Contra zum Helm sollte jedoch
nicht vergessen werden, dass bei einem Sturz der Aufprall auf den Kopf fatale gesundheitliche
Folgen haben kann.
- Ein Handy sollte für Notfälle immer bei sich geführt werden.
- Handschuhe sorgen für einen besseren Halt und schützen bei Stürtzen vor Verletzungen.
- Fahrradbrillen gehören zur Grundausstattung und schützen auf einfachste Weise vor Staub,
Ästen oder Mücken.
- Taube Finger lassen sich durch häufiges Wechseln der Griffposition und dem Tragen von
Handschuhen meist vermeiden.
Weiterführende Infos im Web
» Berechnung Kalorienverbrauch "Radsport" bei fitrechner.de
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