Jogging
Nicht nur, dass ca. 70% der Körpermuskulatur beansprucht werden, Laufen verbessert die
Kondition, stärkt die Gelenke und das Immunsystem und hat neben dem Spaßfaktor noch viele
weitere Vorteile.
Trainingspensum für Beginner
Auch für bisherige "Nichtläufer" sollte es möglich sein, bei einem Anfangstraining von
zweimal mal in der Woche ca. 30 Minuten, sich innerhalb von drei Wochen auf 60 Minuten
zu steigern.
Vorsicht
Das Joggen birgt jedoch, gerade bei ungeübten Läufern, auch ein Risiko der Überbelastung
im Bereich der Kniegelenke. Wer prinzipell Probleme damit hat, sollte sich gleich einer
Alternative zum Ausdauertraining, wie z.B. dem Radfahren oder dem Walken zuwenden.
Aufwärmen
Verschiedene Studien haben mittlerweile zwar ergeben, das Joggen an sich eine Form des
Aufwärmens darstellt. Trotzdem sollen sich gerade ältere Leute zusätzlich vor dem Laufen
durch Dehnen und Gymnastik vorbereiten. Wer möchte, kann nach ein paar Minuten langsamen
Laufens ein paar Dehnübungen machen. Viele Läufer stretchen sich aber erst nach dem Laufen.
Sinnvoll ist es auf alle Fälle einige Kniebeugen zu machen und die Fussgelenke durch
kreisende Bewegungen zu aktivieren.
Körperhaltung
Um die richtige Haltung ein zu nehmen, empfiehlt es sich, während des Laufens den Blick
nach vorne zu richten, hierdurch streckt sich automatisch der Oberkörper. Die Schultern
werden entspannt gehalten - dadurch wird wertvolle Energie gespart!
Seitenstechen
Sollte es zu Seitenstechen kommen, was ein Anzeichen für Fehlatmung ist, ist es wichtig,
die Phasen des Ausatmens im Vergleich zu denen des Einatmens zu verlängern. Auch ein Heben
des Armes auf der betroffen Seite sollte helfen.
Untergrund
Um die Gelenke zu schonen, sollte zum Joggen ein nachgiebiger, weicher Untergrund bevorzugt
werden, ideal sind Wald- und Wiesenwege. Auch die Wahl der Schuhe spielt daher eine maßgebliche
Rolle. In unebenem Gelände sollte, speziell bei abschüssigen Strecken, darauf geachtet werden,
die Belastung für die Kniegelenke möglichst gering zu halten. Oftmals empfiehlt es sich sogar
vom Laufen ins Gehen zu wechseln.
Menschen mit Knieproblemen, sollten eventuell ganz auf diesen Sport verzichten und eine
andere Variante des Ausdauersports, wie Walking oder Rad fahren vorziehen.
Laufschuhe
Die Schuhe spielen in Kombination mit dem Untergrund eine wichtige Rolle. Sie müssen auf
den jeweiligen Läufer und auf das bevorzugte Gelände abgestimmt sein. Das heisst nicht, dass
man mit Laufschuhen für Asphalt nicht auch auf Feldwegen laufen kann. Man man sollte sich vor
dem Kauf allerdings überlegen, auf welchem Untergrund man hauptsächlich läuft. In Fachgeschäften
werden sowohl die Laufbewegung (Laufband) als auch die Fußstellung beim Aufsetzten des
Fußes kontrolliert. Die Knie erhalten bei einem 10 km Lauf ca 6500 Stöße (Schritte) mit
dem zwei- bis dreifachen des eigenen Körpergewichts. Dies ergibt ein Gesamtgewicht
von etwa 500 bis 750 Tonnen. Eine falsche Schuhwahl kann daher fatale Folgen für Kniegelenke
und Achillessehne haben. Deshalb spielt die Dämpfung eine sehr wichtige Rolle. Beim
Schuhkauf sollten immer beide Schuhe mit Socken probiert werden. Ein gutes Zeichen
für einen kompetenten Laufschuhverkäufer ist, wenn er sich nach Wochenpensum, sportlichen
Zielen und dem Laufterrain erkundigt.
Aerobe Verbrennung
Der arbeitende Muskel benötigt Energie, welche er durch Verbrennung von Zucker
oder Fett bekommt. Bei geringer (extensiver) Belastung verbrennt der Körper Zucker
mit Hilfe von Sauerstoff (aerobe Energiebereitstellung). Diese Energiegewinnung eignet
sich besonders für lange Touren. Man arbeitet damit ausdauernder ohne nennenswerte
Stoffwechselabfallprodukte (Milchsäure) zu produzieren.
Anaerobe Verbrennung
Bei intensiver Belastung (z.B. schnellem Joggen oder Spurt) steht dem Körper nicht
mehr ausreichend Sauerstoff zu Verfügung. Der Körper setzt nun Kohlenhydrate ohne Mithilfe
von Sauerstoff in Energie um (anaerobe Atmung). Für Langzeitbelastungen wie sie bei
Trekkingtouren auftreten, ist dies eine unerwünschte Energiebereitstellung und wird
deshalb in unserem Trainingsplan nicht mit einbezogen.
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