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Abtransport
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Der Verletzte wurde aus der Gefahrenzone geborgen und durch Erste-Hilfe-Maßnahmen versorgt. Die Situation wurde eingeschätzt und es wurde beschlossen, dass der Verletzte abtransportiert und ärztlich versorgt werden muss. Ein einziger Helfer kann dabei einen Verletzten, selbst unter Einsatz von improvisierten Tragen, nur über kurze Distanzen transportieren. Bei zwei oder mehreren Helfern können wesentlich längere Distanzen überwunden werden. In Chile oft leicht zu organisieren und eine große Unterstützung bedeutet der Einsatz von Tragtieren. Die komfortabelste und oft einzige Möglichkeit einen Verletzten aus unwegsamen Gebieten zu bergen, stellt der Rettungshelikopter dar.
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Improvisierte Tragen
Ein Helfer
Zur Überwindung von längeren Distanzen muss eine Tragehilfe mit Gurten, Schlingen und Seilen improvisiert werden. Wichtig ist diese sowohl beim Verletzen als auch beim Helfer gut auszupolstern, um schnell auftretende Druckschmerzen zu vermeiden. Über Schnee kann der Verletzte relativ einfach auf der Liegematte, im Schlafsack oder im Biwacksack gezogen werden.
Mehrere Helfer
Das Gelände oder die Höhe lassen oft nur den manuellen Transport der betroffenen Person zu. Eine Trage ist dabei sicherer, bequemer und kann auch über mittlere Distanzen eingesetzt werden. Alle weiteren Tragtechniken dienen nur für kurze Distanzen, meist nur zur Bergung aus der Gefahrenzone auf ein paar hundert Meter. Bei Expeditionen ist es sinnvoll zwei zusammensteckbare Rohre mitzunehmen, die man im Notfall durch Jackenärmel oder einem Seil verbindet. Als Ersatz können mehrere Bambusstöcke oder dünne Baumstämme zurechtgeschnitten werden. Alternativ können verschiedene Tragehilfen mit gut ausgepolsterten Seilen und Schlingen improvisiert werden. Bei nur zwei Helfern werden diese idealer Weise an den Rucksäcken befestigt.
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Tragtiere
Pferde und Maultiere sind in den chilenischen Anden weit verbreitet, stellen sie doch das wichtigste und oft einzige Transportmittel der Bergbauern dar. Pferde sind dabei vorzuziehen. Maultiere fallen leicht in unbequemen Trab. Ist die betroffene Person nicht fähig, alleine im Sattel zu sitzen, muss eine weitere Person aufsitzen und diese stützen. Für Schleppbahren steht in höher gelegenen Gebieten oft kein Baumaterial zur Verfügung und meist ist das Gelände dazu auch nicht geeignet.
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Helikopter
Im Raum Santiago und in Ausnahmefällen auch in anderen Regionen kann ein Helikopter angefordert werden: www.alfa-helicopteros.com, Tel.: (02)- 2739999. Wer nicht gegen Primärrettung versichert ist (Alpenverein, ADAC) muss mit Unkosten von ca. USD 1000,- pro Flugstunde rechnen. Selbst dann und vor allem bei Schlechtwetter muss man mitunter mit tagelangem Warten rechnen. Zur genauen Standpunktangabe des Verletzten ist ein GPS sehr hilfreich. Zur Unterstützung des Landeanfluges sollte eine sichere Landezone ausgewählt werden. Diese sollte aus festem Boden bestehen, eben sein und sich entfernt von gefährlichen Hindernissen, wie Stromkabel etc., befinden. Des Weiteren sollte dem Piloten die Windrichtung angezeigt werden, indem man einen Stoffstreifen auf dem Trekkingstock befestigt.
Ablauf eines Helikoptereinsatzes
- Alle losen Gegenstände (Ausrüstung) vom Landegebiet beseitigen.
- Mit dem Rücken zum Wind stehen. Sonnenbrillen gegen Staub benutzen.
- Beide Arme nach oben: Yes = bitte helfen und hier landen (Ein Arm nach oben: No= keine Hilfe nötig, nicht landen)
- Stehen bleiben bis der Helikopter gelandet ist. Bei einer sehr nahen Landung in die Knie gehen.
- Besteht Gefahr für den Piloten, muss der Landeanflug abgebrochen werden indem man die Arme mehrere Male über den Kopf verkreuzt.
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