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Wundversorgung
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Die Haut schützt den Körper vor eindringenden Krankheitserregern, regelt seine Temperatur und sorgt für den Gasaustausch. Weist ein Verletzter bei Bewusstsein starke Blutungen auf, müssen diese vorrangig gestoppt werden.
Starke Wunden
Bei starken Wunden läuft Blut oft pulsierend aus der Wunde. Die betroffene Stelle möglichst hoch lagern. Der Verwundete kollabiert möglicherweise, sollte daher sitzend oder liegend behandelt werden. Als erste Maßnahme muss ein Druckverband angelegt werden. Dazu einen Schnellverband mit einem unterstützenden Druckpolster fest auf die Wunde drücken und umwickeln. Alternativ können möglichst saubere Stofffetzen, Taschentuchpackungen etc. verwendet werden. Ein zu fest angelegter Verband führt zu Venenstau mit stark hervortretenden Venen. Eine Lockerung des Verbandes sorgt für Abhilfe. Wird die Blutung dadurch nicht gestillt, muss ein weiterer Druckverband über den ersten angelegt werden. Auch starke Blutungen sollten durch einen Druckverband gestoppt werden und möglichst nicht durch eine Abbindung der betroffenen Extremität, da dies zu einer starken Nervenschädigung und einer daraus resultierenden Amputation führen kann. Nur wenn alle Maßnahmen versagen, weit entfernt von ärztlicher Hilfe, muss eine Wunde abgebunden werden.
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Kleinere Wunden und Abschürfungen
Die Wunde umgebende Haut gut reinigen. Die Wunde selbst mit kaltem Trinkwasser abspülen und Fremdkörper mit einer Pinzette beseitigen. Die Wunde trocknen lassen und mit Antiseptikum (Betaisodona) behandeln. Die so behandelte Stelle mit einer sterilen Kompresse oder Mullbinde verbinden. Diesen möglichst täglich wechseln.
Infektionen
Schwellung und Rötung der Wunde mit auftretenden Schmerzen und Eiterbildung sind Anzeichen für eine lokale Infektion. Bleibt diese unbehandelt, kann sich diese lebensbedrohend auf den ganzen Körper ausbreiten. Den Verband täglich wechseln, die Wunde reinigen und mit Antiseptikum behandeln, ggf. ist die Einnahme von Antibiotika (Penicillin hoch dosiert) ratsam. Kommt es zu einer Verschlechterung der Infektion unter Begleitung von Fieber, ist die Tour unter Antibiotikagabe sofort abzubrechen.
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Wundnahtstreifen
Laien sind wohl kaum in der Lage, eine stark klaffende Wunde zu nähen. Wesentlich einfacher gestaltet sich der Wundverschluss durch Wundnahtstreifen. Die klaffende Wunde (meist Schnittwunden) wird wie beschrieben gereinigt und behandelt. Anschließend die Wundränder mit Wundnahtstreifen sichern. Zuletzt die Wunde steril verbinden. Kommt es zu einer Entzündung der Wunde, müssen die Wundnahtstreifen entfernt werden ohne in Folge neue anzulegen. Alternativ können sterile Klebestreifen verwendet werden. Um den Wundkontakt des Klebestreifens zu verringern, wird dieser beidseitig keilförmig eingeschnitten.
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