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Erste Hilfe & Trekkingmedizin

Verbrennungen

Leider zählen Verbrennungen zu den häufigsten Verletzungen auf Touren. Unsachgemäßer Umgang mit Brennstoffen und Brennern, überhitztes Speiseöl oder heiße Pfannen führen leicht zu dieser schmerzhaften Erfahrung. Schlechtwetter verleitet im engen Zweimannzelt zum Kochen, leicht fällt dabei siedendes Wasser vom wackeligen Kocher oder setzt sogar das Zelt in Brand. Persönlich haben wir schon Erfahrung mit einer explodierenden Gaskartusche machen müssen und am Fuße des Cerro Aconcagua wurden wir Zeugen, wie schnell ein Zelt abrennen kann.

Verbrennungen werden in 4 Schwergrade unterteilt. Im ersten Grad rötet sich und schmerzt die oberste Hautschicht, typisch für einen Sonnenbrand. Im zweiten Grad entstehen zusätzlich Brandblasen. Im dritten Grad werden alle Hautschichten unwiderruflich zerstört (Nekrose) und können nur mehr mittels Hauttransplantationen behandelt werden. Der vierte Grad zeigt sich bei schwersten Verbrennungen durch Verkohlung der Körperpartien. Bei Verbrennungen über 15% kann es zusätzlich zu einem Schockzustand mit schnellem Puls und sinkendem Blutdruck kommen.

Maßnahmen

Die brennende Person sofort mit Wasser oder einer Decke löschen. Das erhitzte Gewebe ausgiebig mit möglichst sauberem, kaltem aber nicht eisigem Wasser kühlen. Bei großflächiger Verbrennung darauf achten, dass der Körper dabei nicht zu stark auskühlt. Ausgiebige Kühlung kann den Verbrennungsgrad deutlich senken. Verbrannte, sich leicht vom Gewebe lösende Kleidung entfernen. Stark haftende Reste einfach umschneiden und belassen. Die Wunden mit alubeschichtetem Verbandsmaterial locker verbinden, um sie vor Keimen zu schützen. Brandblasen niemals öffnen. Bei Verbrennungen über 9 % der Hautfläche sollte der Verletzte umgehend per Flugrettung abtransportiert werden. 9 % entspricht bei erwachsenen Personen ungefähr der Fläche einer Hand.

 
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