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Patientenbetreuung
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| Während der Besteigung auf den 6500 m hohen Tupungato bei Santiago erlitt einer der Teilnehmer einen Herzinfarkt. Bis der Helikopter kam, vergingen zwei Tage, viel Zeit voller Ängste und Ungewissheit. Bergkameraden oder Trekker sind meist weder medizinisch noch psychologisch geschult und haben sich vorab auch kaum Gedanken gemacht, wie man in solchen Extremsituationen vor Verletzten auftreten sollte. Man würde glauben, in Extremsituationen schnell die Fassung zu verlieren. Bei den meisten Personen tritt automatisch genau das Gegenteil ein. Logisches Denken kann Leben retten, ein ruhiges Auftreten beruhigt auch den Patienten. Sinnlose Versprechen eines Laien, wie eine baldige Genesung oder einer schnellen Rettung, werden sofort durchschaut und sorgen eher für Misstrauen als für Vertrauen. Der Betreuer sollte weder den Fröhlichen mimen, noch seine Befürchtungen aussprechen, sondern ruhig seine bescheidenen Kenntnisse offen zugeben und immer alle Schritte mit Begründungen erklären. Weder Mitleid, noch Alkohol oder beruhigende Ohrfeigen zeigen die gewünschte Wirkung. |

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