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Herzinfarkt
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Fälschlicher Weise wird angenommen, dass aktive Menschen nur ein geringes Risiko haben, einen Herzinfarkt zu erleiden. Auf unseren Touren mussten wir leider das Gegenteil erfahren, selbst ein 30 jähriger erlitt dabei einen Herzinfarkt. Angina Pectoris (Herzkranzgefäßverengung) kann von einem Laien kaum von einem Infarkt unterschieden werden. Im Zweifelsfall sollte daher immer von einem Infarkt ausgegangen werden. Angina Pectoris betroffene Patienten wissen jedoch in der Regel über ihr Leiden (Engegefühl in der Brust) und führen dementsprechende Medikamente (Nitro in Form von Kapseln oder Spray) mit sich. Bei einem Herzinfarkt kommt es zu einem kompletten Verschluss eines oder mehrerer Herzkranzgefäße und einem dadurch verursachten Sauerstoffmangel. Dies führt zum Absterben des betroffenen Herzmuskels.
Symptome
- starke Schmerzen im Brustbereich
- blau gefärbte Lippen durch Sauerstoffmangel
- Erbrechen
- Angstzustände, kalter Schweiß, blass gefärbte Haut und Schwäche
- gelegentlich nur Arm,- Rücken oder/und Bauchschmerzen, Enge im Hals
- Diabetiker haben teilweise verschleierte Symptome bei Herzinfarkt
Maßnahmen
- Jegliche Bewegung sollte verhindert werden, um den Sauerstoffverbrauch gering zu halten.
- Das geschädigte Herz kann das Blut nicht mehr ausreichend abtransportieren. Um den dadurch entstehenden Blutstau vor dem Herzen zu verringern, sollte der Patient mit erhöhtem Oberkörper gelagert werden.
- Expeditionen in großer Höhe (Atacama, Vulkan Tupungatos) sollten aus Sicherheitsgründen bei auftretenden Höhenproblemen immer Sauerstoff mit sich führen. Dieser kann bei Herzinfarkt mit einer Flussrate von 6-8 l/min. eingesetzt werden.
- Bei Herzstillstand muss sofort mit Herzdruckmassage und künstlicher Beatmung begonnen werden.
- Schneller, aber extrem schonender Abtransport, wenn möglich mit Helikopter.
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