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Brüche
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Diese werden in offene und geschlossene unterteilt. Bei offenen Brüchen durchdringt der zerbrochene Knochen die ihm umgebende Hautschichten. Offene Brüche bergen, durch den damit verbundenen Blutverlust und die Infektionsgefahr, zusätzliche Gefahren. Jedoch kann es auch bei einem geschlossenen Bruch zu lebensgefährlichen inneren Blutungen kommen. Diese deuten sich teilweise durch Volumenzunahme und Verhärtung des betroffenen Gliedes an. Der Blutverlust kann in Folge zum Schock des Patienten führen und muss dementsprechend behandelt werden.
Maßnahmen
- In erster Linie stehen die Wundversorgung und das Stoppen der Blutung im Vordergrund.
- Bei einer unnatürlichen Stellung des gebrochenen Gliedes, sollte dieses vorher zur Schmerzvermeidung in seine ursprüngliche Position gebracht werden. Dazu werden die Knochenenden an der Bruchstelle auseinander gezogen und unter Beibehaltung des Zuges die Extremität wieder ausgerichtet. Bei offenen Brüchen zieht sich der herausragende Knochen meist wieder unter die Haut zurück. Um einer Infektion vorzubeugen, muss die Wunde und ihre unmittelbare Umgebung deswegen vorher desinfiziert werden. Bei spürbarem Widerstand muss die Reposition unverzüglich abgebrochen werden. Bei Gelenksbrüchen kann es dabei jedoch zu zusätzlichen Schäden kommen und sollte deswegen nur bei eingeklemmten Gefäßen oder Nerven durchgeführt werden. Diese machen sich durch Durchblutungsmangel oder Gefühlstörungen bemerkbar. Treten diese nicht auf, sollte das betroffene Gelenk in der sich befindlichen Position geschient und die Person möglichst schonend abtransportiert werden.
- Eine örtliche Kühlung der Stelle verringert zusätzlich die Durchblutung der zerstörten Gefäße.
- Anschließend wird die betroffene Extremität durch Anlegen von Schienen ruhig gestellt und hoch gelagert.
- Abtransport des Verletzten.
Geschlossener Bruch
Die Bruchstelle eines offenen Bruches ist meist freigelegt und sichtbar. Ein geschlossener Bruch kann jedoch oft nur schwer von einer Verstauchung unterschieden werden. Ist der Bruch weder sichtbar noch durch vorsichtiges Abtasten fühlbar, kann folgender Test vorgenommen werden.
Sichere Zeichen
- Sichtbare Knochenteile bei offener Wunde
- Abnorme Fehlstellung köperferner Extremitäten
- Abnorme Beweglichkeit körperferner Extremitäten
- Knochenreiben
Unsichere Zeichen
- Schmerzempfinden
- Schwellung
- Bluterguss
- Bewegungseinschränkung
Schiene
Bereits kleinste Bewegungen gebrochener Gliedmaßen führen zu starken Schmerzen. Beim Abtransport von Verletzten mit Brüchen sorgt eine Schiene für Ruhigstellung gebrochener Gliedmaßen. Als Material dienen unterschiedlichste Ausrüstungsgegenstände, wie Wanderstöcke, Isomatten oder Alugestell von Rucksäcken, aber auch Naturmaterialien wie Äste.
Anlegen von Schienen
- Alles zum Schienen notwendige Material zusammentragen.
- Zwecks Vermeidung unnötiger Schmerzen wird das Material dem unverletzten Gliedmaß angepasst.
- Die zu schienende Extremität muss mit weichem Material (Kleidung) ausgepolstert werden.
- Die Schiene muss dabei zwar straff angelegt sein, darf die Blutzirkulation aber nicht behindern. Dies sollte alle 15 min. kontrolliert werden. Zum befestigen der Schiene werden idealerweise Dreieckstücher benutzt. Als Alternative dienen Kleidungsstücke.
- Bei tiefen Temperaturen die Gliedmaßen vor Kälte schützen.
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Beinschiene
Bei Beinbrüchen kann eine Muskelkontraktion für weitere schmerzhafte Schädigungen sorgen, indem scharfkantige Knochenenden in das Gewebe dringen. Beim Anlegen der Schiene sollte deshalb versucht werden, einen ständigen vom Körper wegweisenden Zug des abgebrochenen Beines zu erhalten. Bei Gelenksverletzungen darf dies nicht angewendet werden.
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Unterarmschiene
Der Arm wird gut abgepolstert und von einer zurechtgeschnittenen Isomatte unterstützt in ein Dreieckstuch oder Schlaufe gehängt.
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